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Fenix Rally Leg 4 Douz-Douz: Knuiman gewinnt, Gerlach wird Zweiter

Last updated on 28. Oktober 2026

Serie: Fenix Rally – The doorway to Sahara

Jeremy Knuiman hat Leg 4 der Fenix Rally rund um Douz gewonnen und führt nach der vorläufigen Wertung die Enduro-Klasse in der Gesamtwertung an. Auf seiner KTM benötigte der Niederländer 3:32:13 Stunden. Justin Gerlach (JG Racing, KTM) kam 4 Minuten und 46 Sekunden später ins Ziel. Im Gesamtstand liegt Knuiman 1 Minute und 30 Sekunden vor Gerlach. Am Vortag hatte Gerlach die Gesamtwertung noch mit 3 Minuten und 16 Sekunden Vorsprung angeführt, wie sich aus den addierten Etappenzeiten der Liste ergibt. Startliste und Ergebnisliste datieren Leg 4 auf den 27. Oktober 2026. Die Liste ist als vorläufig gekennzeichnet.

Douz-Douz: technischer Beginn, dann offene Pisten

Leg 4 war eine Schleife ab und bis Douz mit 305 Kilometern Gesamtdistanz. Laut Competitor Briefing des Veranstalters entfielen 23,63 Kilometer auf die Verbindungsetappe zum Start, 270,05 Kilometer auf die Wertungsprüfung und 11,32 Kilometer auf die Rückfahrt nach Douz.

Der erste Teil war nach dem Briefing sehr technisch, mit wiederholten Querungen, ruppigen Passagen und dicht aufeinanderfolgenden Gefahrenstellen. Zwischen Kilometer 27 und 69 verlangte der Veranstalter höchste Roadbook-Disziplin und kontrolliertes Tempo.

Zwei Neutralisationen unterbrachen die Wertung. Die erste begann bei Kilometer 74,09 und dauerte 50 Minuten. Bei Kilometer 87,53 gab es einen Remote Service mit Nachtanken. Die zweite Neutralisation begann bei Kilometer 200,27, dauerte 45 Minuten und lag im Raum Douz. Die Motorräder kommen laut Briefing auf 150 Kilometer Reichweite plus 10 Prozent Reserve, der Tankstopp war deshalb fest einzuplanen.

Nach dem Service wurde die Strecke offener, mit schnellen Wüstenpisten und CAP-Navigation, also dem Fahren nach Kompasskurs. Im Mittelteil kamen Ortsdurchfahrten, öffentliche Straßen und Zonen mit Tempolimit dazu. Bei Kilometer 181,51 war ein zweisekündiger Pflichtstopp vorgesehen.

Gerlach: „Es war ein wahnsinnig schneller Tag.“

Gerlach fasste den Tag in einem Audio-Statement knapp zusammen: „Es war ein wahnsinnig schneller Tag.“ Der Anfang führte ihn durch Gebirge, Flussbetten und steinige Passagen mit vielen Querungen, Löchern und Auswaschungen. „Aber das war echt ein sehr, sehr gutes Dakartraining“, sagte der Fahrer. Danach sei es „eigentlich nur wide open und immer am Speed Limit 130“ gegangen, auf rutschigen, schotterigen und kurvigen Pisten, auf denen er einen guten Rhythmus gefunden habe.

Ganz ohne Probleme blieb der Tag nicht. „Am Ende der Etappe habe ich so ein bisschen Vibration im Chassis gespürt, das hat sich komisch angefühlt.“ Beim Service am Nachmittag wechselte er Öl und Luftfilter, ließ die Räder wechseln und prüfte die Motorlager. Dort habe sich etwas gelockert, das er nun festgezogen habe.

Für den nächsten Tag, den er als sehr sandig mit vielen Dünen beschreibt, ließ er frische Reifen aufziehen. Vorn kam ein neuer Mepho-Reifen auf, weil der alte einen deutlichen Schnitt hatte, hinten ein Mepho H400 Sand. Beim Kraftstoff änderte er die Verteilung: Den vorderen Tank ließ er fast leer und tankte überwiegend hinten. Nach seinen Angaben sind hinten rund 13 Liter, vorn 6 Liter als Reserve. Das soll für die knapp 120 Kilometer bis zum Refuel reichen. „Ich habe auch aus meinem Fehler am zweiten Tag gelernt“, sagte Gerlach und hofft, in den Dünen weniger einzusinken.

Etappenergebnis Enduro (vorläufig)

Hinter dem Spitzenduo verlor das restliche Feld deutlich Zeit. Daan Veenendaal (GasGas) wurde Dritter mit 18 Minuten und 11 Sekunden Rückstand. Florian Willer (KTM) kam als Vierter mit 19 Minuten und 45 Sekunden Rückstand ins Ziel, Richard Wijntjes (Husqvarna) als Fünfter mit 25 Minuten und 14 Sekunden.

  • 1. Jeremy Knuiman (NLD, KTM): 3:32:13
  • 2. Justin Gerlach (DEU, KTM), Rückstand (Std:Min:Sek): +0:04:46
  • 3. Daan Veenendaal (NLD, GasGas): +0:18:11
  • 4. Florian Willer (DEU, KTM): +0:19:45
  • 5. Richard Wijntjes (NLD, Husqvarna): +0:25:14

Gaspard Delsart (FRA, KTM), nach Leg 4 Gesamtvierter, brauchte 5:06:27 Stunden und verlor 1 Stunde, 34 Minuten und 14 Sekunden auf Knuiman. Die Liste nennt für ihn eine Strafe von 2 Minuten und 30 Sekunden, den Grund aber nicht.

In der Strafenspalte stehen für Knuiman insgesamt 13 Minuten und 30 Sekunden, für Gerlach keine. Auf welche Etappen die Strafen entfallen und ob die Zeiten sie bereits enthalten, lässt die Liste nicht eindeutig erkennen.

Gesamtstand nach Leg 4 (Enduro, vorläufig)

  • 1. Jeremy Knuiman (NLD, KTM): 20:35:41
  • 2. Justin Gerlach (DEU, KTM), Rückstand (Std:Min:Sek): +0:01:30
  • 3. Daan Veenendaal (NLD, GasGas): +0:48:18
  • 4. Gaspard Delsart (FRA, KTM): +3:01:31
  • 5. Richard Wijntjes (NLD, Husqvarna): +4:10:58
  • 6. Melek Abdelkafi (TUN, KTM): +4:15:47
  • 7. Abdelkader Mebarki (DZA, KTM): +4:33:31
  • 8. Marian Augustyn (POL, Fantic): +4:49:40
  • 9. Pascal de Baar (NLD, KTM): +4:53:41
  • 10. Sara Jugla (FRA, Kove): +5:02:20

Veenendaal liegt damit 48 Minuten und 18 Sekunden hinter Knuiman und 46 Minuten und 48 Sekunden hinter Gerlach. In der vorläufigen Wertung stehen 16 Enduro-Fahrer.

Quads

Bei den Quads gewann Adam Krysiak (Polaris) die Etappe in 3:43:43 Stunden und lag damit 19 Minuten und 47 Sekunden vor Karol Slugocki. In der Gesamtwertung führt Krysiak mit 1 Stunde, 29 Minuten und 37 Sekunden Vorsprung.

Deutschsprachige Starter

Florian Willer wurde auf Leg 4 Vierter. In der Gesamtwertung liegt er auf Platz 12 mit 5 Stunden, 42 Minuten und 3 Sekunden Rückstand. Auf Leg 2 hatte er laut RallyTracks.nl die Höchstzeit erhalten und 27 Minuten und 40 Sekunden Strafe wegen zu hoher Geschwindigkeit und sechs ausgelassener Wegpunkte bekommen.

Der Österreicher Georg Reinprecht (Beta) kam auf Leg 4 als Zehnter ins Ziel, 50 Minuten und 3 Sekunden hinter Knuiman. Gesamt liegt er auf Platz 16. Für Leg 3 weist die Ergebnisliste für ihn den Wert 28:40:00 aus, ohne Erklärung.

O-Ton: Justin Gerlach

Quellen- und Bildnachweise

  • Fenix Rally Tunisia 2026 + L’Oasis Original Classic: Competitor Briefing Leg 4, Douz Loop (PDF des Veranstalters)
  • Geotraq, Zeitnahme Fenix Rally 2026: Startliste Leg 4, datiert 27.10.2026, sowie vorläufige Klassifikation nach Leg 4, gedruckt 28.10.2026
  • Justin Gerlach: Audio-Statement zu Leg 4 (Redaktionsaufnahme, Einwilligung liegt vor)
  • RallyTracks.nl: Knuiman wins Fenix Rally dune stage, Thijs and Van Tiel extend their lead, 27.10.2026 (Hintergrund zu Leg 2)
Published inAllgemein