Zum Inhalt springen

Hellas 24 Hours Rally: Maxi Schek laut Bericht Zweiter nach Regen, Nebel und Schlafmangel

Kurzfristig gemeldet, auf einem geliehenen Motorrad und ohne das übliche Navigationsgerät: Maxi Schek ist bei der Hellas 24 Hours Rally in Griechenland Zweiter der Klasse Roadbook Enduro geworden. Das berichtet das griechische Portal Pliroforiodotis. Gewonnen hat demnach Giannis Trigkas, mit 5 Minuten und 44 Sekunden Vorsprung auf Schek. Zwei der vier Stages, die erste und die dritte, soll Schek für sich entschieden haben. Eine offizielle Ergebnisliste des Veranstalters liegt nicht vor. Platzierung und Abstand sind deshalb nicht bestätigt.

Vom Dakar-Biwak zum spontanen Start in Griechenland

Im Rallye-Raid ist Schek kein Neuling. Laut einem Interview des Magazins Motorradreporter, auf das sich S-Timing beruft, startete er bei der Dakar 2026 in der Klasse Malle Moto. In dieser Klasse fahren die Teilnehmer ohne eigenes Serviceteam.

Für die Hellas 24 Hours Rally hat er sich nach dem Bericht von Pliroforiodotis kurzfristig angemeldet. Warum er sich zu dem Start entschlossen hat, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor.

Leih-KTM und Tablet statt Tripmaster

Ein eigenes Motorrad hatte Schek nicht dabei. Er fuhr eine geliehene KTM EXC 450, also ein Enduro-Wettbewerbsmotorrad und keine reine Rallye-Maschine. Auch bei der Navigation wich er vom Üblichen ab. Er nutzte ein Tablet und verzichtete auf einen Tripmaster. Mit diesem Kilometerzähler am Lenker gleichen Rallyefahrer normalerweise die gefahrene Strecke mit den Distanzangaben im Roadbook ab, dem Streckenbuch mit den Navigationsanweisungen. Ohne ihn wird jede Abzweigung zur Rechenaufgabe.

Enduro-Fahrer mit Startnummer 205 auf einer orangefarbenen KTM auf einem Schotterweg oberhalb einer Bucht
Ein Teilnehmer mit Startnummer 205 auf einer KTM, im Hintergrund eine Bucht. Das Bild trägt das Logo der Hellas Rally Raid. Wer zu sehen ist und wann das Foto entstand, ist nicht belegt. Bildnachweis: aus Material MA-0011, Fotograf nicht genannt.

Vier Stages, 27 Stunden Zeitlimit

Was die Veranstaltung ausmacht, zeigt der Zeitplan. Laut S-Timing nennt die offizielle Seite vier Wertungsprüfungen über 150, 290, 250 und 130 Kilometer. Als Zeitlimits sind 4, 10, 8 und 5 Stunden angegeben, zusammen also 27 Stunden. Allein für die zweite Prüfung über 290 Kilometer sind bis zu zehn Stunden vorgesehen. Die erste Wertungsprüfung begann nach diesen Angaben um 10:00 Uhr am Biwak. Organisiert wird die Rallye laut S-Timing von Hellas Rally.

Schek selbst soll nach Angaben der S-Timing-Redaktion vom 30. Oktober 2026 um 10:33 Uhr als vierter Fahrer auf die Strecke gegangen sein. Diese Angabe stützt sich auf einen Videoclip, den S-Timing nach eigenen Worten nicht prüfen konnte. Eine offizielle Startliste mit Schek hat S-Timing nicht gefunden.

Bei den Eckdaten unterscheiden sich die Quellen: Pliroforiodotis nennt Loutraki als Austragungsort und rund 878 Kilometer über die vier Stages, S-Timing dagegen Aidipsos und die genannten 820 Kilometer Wertungsprüfung. Ob die höhere Zahl die Verbindungsetappen einschließt, ist offen.

Starkregen, Kälte und ein Abbruch im Nebel

Das Wetter machte die Rallye nach Scheks Schilderung zusätzlich schwer. Er berichtet von Starkregen, Kälte und dichtem Nebel. Stage 2, nach dem offiziellen Plan die längste Prüfung, wurde wegen des Nebels abgebrochen. Wie der Abbruch in die Wertung einfloss, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor.

Sportlich lief es für Schek trotzdem. Mit den Siegen auf Stage 1 und Stage 3 hielt er laut Pliroforiodotis bis zum Schluss Anschluss an Trigkas, der am Ende knapp sechs Minuten Vorsprung hatte.

Enduro-Fahrer mit Stirnlampe am Helm fährt nachts durch eine Wasserpfütze
Nachtaufnahme eines Teilnehmers mit Startnummer 205 und Stirnlampe am Helm bei einer Wasserdurchfahrt. Auch hier sind der Fahrer und das Aufnahmedatum nicht belegt. Bildnachweis: aus Material MA-0011, Fotograf nicht genannt.

Sekundenschlaf auf der Verbindungsetappe

Am härtesten war für Schek offenbar nicht die Wertungsprüfung selbst. Nach eigener Aussage kämpfte er mit Sekundenschlaf, und zwar auf den Verbindungsetappen. Das sind die nicht auf Zeit gewerteten Abschnitte zwischen den Prüfungen. Als er im Ziel ankam, war er nach eigenen Angaben rund 29 Stunden ohne Schlaf.

Unabhängig bestätigt ist Scheks Teilnahme laut S-Timing bislang nicht. Ein offizielles Ergebnis des Veranstalters steht ebenfalls noch aus.

Quellen- und Bildnachweise

  • Pliroforiodotis: Bericht zur 24-Stunden-Rallye Hellas, pliroforiodotis.gr
  • S-Timing: Hellas 24Hours 2026, 30. Oktober 2026, s-timing.com
  • Foto 1: Teilnehmer mit Startnummer 205 auf einem Schotterweg oberhalb einer Bucht. Bildnachweis: aus Material MA-0011, Fotograf nicht genannt, Aufnahmedatum nicht belegt. Das Bild trägt das Logo der Hellas Rally Raid. Bilddatei: https://mediathek.invalid/662e40f4-3237-4ec3-99eb-e38f85a8c485/WhatsApp%20Image%202026-11-03%20at%2008.57.14.webp
  • Foto 2: Teilnehmer mit Startnummer 205 bei Nacht in einer Wasserdurchfahrt. Bildnachweis: aus Material MA-0011, Fotograf nicht genannt, Aufnahmedatum nicht belegt. Das Bild trägt das Logo der Hellas Rally Raid. Bilddatei: https://mediathek.invalid/5c87ff0b-c5b8-41a0-a3ee-bf70e7ffb2d5/WhatsApp%20Image2%202026-11-03%20at%2008.57.15.webp
Published inAllgemein