Zum Inhalt springen

Die Genghis Khan Rally – Premiere 2026

endete bei den Motorrädern mit einer Wende auf der letzten Etappe: D. Altangerel holte einen Rückstand von mehr als 20 Minuten auf und setzte sich an die Spitze der Gesamtwertung. Die Premiere vom 9. bis 12. September in der Mongolei liefert damit eine spannende sportliche Geschichte. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf eine längere Ausgabe 2027.

Die Premiere: drei lange Etappen zwischen Altanbulag und Buren

Veranstaltet von Nomadic Off-Road, setzte die Rallye auf eine von Cap 204 SL ausgearbeitete Strecke und Roadbooks nach FIM-Spezifikation. Der veröffentlichte Streckenplan für 2026 umfasste einen 22 Kilometer langen Prolog bei Altanbulag und drei große Prüfungen: 372 Kilometer nach Buren, eine 379-Kilometer-Schleife und 370 Kilometer zurück nach Altanbulag. Diese Angaben beschreiben die ausgeschriebene Route.

Die Anmeldung für 2026 war laut Veranstalterseite ausgebucht. Die vorliegende Gesamtergebnisliste enthält 44 Einträge: 24 Motorräder, 15 SSV und fünf Autos. Das ist die Zahl der gelisteten Teilnehmer beziehungsweise Fahrzeuge, keine bestätigte Finisherzahl. Einige Datensätze enthalten DNF-Vermerke mit einem Zuschlag von 20 Stunden.

Motorräder: Altangerel dreht das Rennen auf SS3

Bei den Motorrädern verteilten sich die Bestzeiten der drei Prüfungen auf drei verschiedene Fahrer. B. Davaa setzte auf SS1 mit 7:11:00 Stunden die schnellste Zeit seiner Klasse. Auf SS2 war B. Bayarsaikhan mit 6:36:37 Stunden der schnellste Motorradfahrer.

Vor der letzten Prüfung führte Davaa die Motorradwertung mit einer addierten Zeit von 14:39:40 Stunden an. Bayarsaikhan folgte mit 14:54:01 Stunden, Altangerel lag bei 15:00:15 Stunden. Für Altangerel bedeutete das einen Rückstand von 20:35 Minuten auf den Führenden.

Auf SS3 änderte sich die Reihenfolge. Altangerel erzielte mit 7:23:46 Stunden die beste Motorradzeit. Davaa benötigte 7:55:54 Stunden. Damit nahm Altangerel seinem Konkurrenten auf der Schlussprüfung 32:08 Minuten ab und gewann die Motorradwertung laut vorliegender Gesamtergebnisliste mit 11:33 Minuten Vorsprung.

Die ersten drei der Motorradwertung, mit Gesamtzeiten und Rückständen innerhalb der Klasse:

  1. D. Altangerel, Startnummer 021: 22:24:01 Stunden.
  2. B. Davaa, Startnummer 004: 22:35:34 Stunden, Rückstand 11:33 Minuten.
  3. B. Bayarsaikhan, Startnummer 001: 22:51:57 Stunden, Rückstand 27:56 Minuten.

Aus den Zeiten lässt sich dieser Führungswechsel eindeutig nachvollziehen. Welche Navigationsfehler, technischen Probleme oder taktischen Entscheidungen dahinterstanden, geht aus der Tabelle jedoch nicht hervor.

SSV und Autos: Udiikhuu und Sharkhuu vorn

Bei den SSV setzte B. Udiikhuu mit Startnummer 405 in allen drei Prüfungen die Klassenbestzeit. Seine Gesamtzeit von 18:31:43 Stunden war zugleich die niedrigste in der klassenübergreifenden Liste. B. Gansukh folgte mit 19:46:57 Stunden vor E. Jargalsaikhan mit 20:09:10 Stunden.

Die Klasse Cars führte G. Sharkhuu mit Startnummer 203 in 21:35:05 Stunden an. Dahinter lagen C. Natsagdorj mit 22:57:22 Stunden und E. Ganbaatar mit 25:32:28 Stunden. Für die sportliche Einordnung bleiben die jeweiligen Klassen maßgeblich.

2027: sechs Etappen und ein Termin im August

Die offizielle Ankündigung für 2027 nennt sechs Etappen im August. Die Registrierung soll am 20. September 2026 öffnen. Gegenüber den drei Hauptprüfungen der Premiere würde sich die Etappenzahl damit verdoppeln. Ein genauer Veranstaltungstermin mit Start- und Enddatum wird in dieser Ankündigung noch nicht genannt.

Für Fahrer verändert eine längere Rallye die Vorbereitung: Mehr aufeinanderfolgende Renntage verlangen eine über längere Zeit verlässliche Wartungsroutine und ausreichend Erholung. Aus unserer Sicht wird gerade diese Erweiterung zeigen, wie gut sich das Format zu einer festen Veranstaltung für internationale Teilnehmer entwickeln kann.

Was Interessenten für 2027 bereits planen können

Die Veranstalter-FAQ nennt für 2027 einen Motorradtarif von 5.000 US-Dollar. Für Autos werden 8.000 US-Dollar, für SSV 7.500 US-Dollar aufgeführt. Daraus lässt sich noch kein persönliches Gesamtbudget ableiten; entscheidend sind die konkret enthaltenen Leistungen und die eigene Anreise- und Fahrzeugplanung.

Zur Navigation sieht die FAQ robuste digitale Roadbooks vor. F2R-Geräte sollen mietbar sein; für Tracking und Zeitnahme ist RallyComp vorgesehen. Der Veranstalter beschreibt außerdem den Transport von Gepäck, Ersatzteilen und Werkzeug. Eigene Assistenzfahrzeuge sind nach den jeweiligen Regeln und logistischen Vorgaben möglich.

Eine weitere Option beschreibt Nomadic Off-Road mit seinem Rallyepaket 2027: Es kombiniert ein ausgestattetes Rallyemotorrad mit Mechanikerservice, Nenngeld, Unterkunft und Verpflegung. Der Preis wird auf Anfrage genannt, Flüge sind nicht enthalten. Wer dieses Angebot erwägt, sollte sich Leistungsumfang und Ablauf für die Ausgabe mit sechs Etappen konkret bestätigen lassen.

Eine Premiere mit sportlicher Spannung und konkreter Fortsetzung

Die Motorradwertung zeigt, wie viel sich auf einer einzigen langen Prüfung verändern kann. Altangerels Aufholjagd liefert der ersten Ausgabe einen nachvollziehbaren sportlichen Höhepunkt. Für die Zukunft sind die nächsten Schritte bereits benannt: mehr Etappen und eine neue Ausgabe im August 2027.

Ob daraus ein dauerhaft etablierter Rallyetermin wird, muss sich erst zeigen. Eine ausgebuchte Premiere und die angekündigte Erweiterung geben jedenfalls Anlass, die Genghis Khan Rally weiter zu verfolgen.

 

 

Stand: 16. September 2026. Ergebnisgrundlage: die bereitgestellte Gesamtergebnisdatei „Overall_Results.xls“, Wertungen SS1 bis SS3. Namen wurden wie in der Datei wiedergegeben; Klassenrückstände wurden aus den Gesamtzeiten berechnet. Angaben zur Strecke und zu 2027 stammen aus den verlinkten Veranstalterinformationen.

Published inNewsRally