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Nächster Dakar Zweirad-Held nun auf Vierräder?

Matthias Walkner schlägt das nächste Kapitel seiner Rallye-Karriere auf: Der Dakar-Sieger von 2018 steht für die Rallye du Maroc 2026 im SSV-Aufgebot. Für Marokko ist er mit Oriol Mena in einem Can-Am Maverick R von South Racing genannt. Sein Wechsel auf vier Räder begann allerdings schon im März in Portugal.

Stand: 27. September 2026. Vorschau auf die bevorstehende Rallye; Nennungen können sich bis zum Start ändern.

Marokko: Walkner und Mena mit der Startnummer 412

Die offizielle FIA-Nennliste führt Walkner und Mena mit der Startnummer 412 für das South Racing Can-Am Team. Als Fahrzeug ist ein BRP Can-Am Maverick R in der SSV-Kategorie angegeben. Damit geht es für den Österreicher im Side-by-Side weiter – einem leichten Geländefahrzeug mit zwei nebeneinander angeordneten Sitzen, Überrollstruktur und Allradantrieb.

Die Rallye du Maroc findet vom 28. September bis 3. Oktober 2026 statt. Die Route verbindet Agadir mit Zagora; auf die Verbindung ins Landesinnere folgen Etappen rund um Zagora. Das bietet Walkner Gelegenheit, seine Umstellung unter anderen Bedingungen als in Portugal voranzutreiben: Fahrzeuggefühl, Navigation und die Zusammenarbeit im Cockpit müssen auch im marokkanischen Gelände funktionieren.

Vom Motocross-Weltmeister zum Dakar-Sieger

Walkner bringt eine Laufbahn mit, die weit über einen einzelnen Dakar-Erfolg hinausgeht. Der Salzburger wurde 2012 MX3-Motocross-Weltmeister und gewann 2015 sowie 2021 die Cross-Country-Rallye-Weltmeisterschaft. Bei der Dakar erreichte er 2017 und 2019 jeweils Rang zwei, 2022 wurde er Dritter.

Sein größter Dakar-Moment bleibt 2018: Mit KTM gewann er als erster Österreicher die Motorradwertung. Zusammen mit den weiteren Podestplätzen zeigt das, wie lange Walkner zur Spitze im Rallye-Raid gehörte.

Der Höhepunkt seiner Motorradkarriere: Matthias Walkner nach dem Dakar-Sieg 2018. Archivfoto: © PhotosDakar.com – KTM Media Library.

Nach dem schweren Unfall ein neuer Anlauf

Ein schwerer Trainingsunfall in Kalifornien im Dezember 2023 und die Verletzung am linken Sprunggelenk veränderten seine sportliche Perspektive. Auf die lange Genesungsphase folgte das Ende seiner Motorrad-Rennkarriere. Der Wechsel ins SSV eröffnet ihm einen anderen Weg zurück in den Rallyesport.

Unter dem Namen „Mission 224“ – von zwei auf vier Räder – bestritt Walkner im März 2026 die Rally-Raid Portugal. Dort saß er noch in einem älteren Can-Am Maverick X3, mit Oliver Pyerin als Beifahrer. Im Interview mit dem Veranstalter schilderte er technische Schwierigkeiten und den Lernprozess bei der Abstimmung der Navigationsansagen. Auf dem Motorrad hatte er selbst navigiert; im Auto muss daraus präzise Zusammenarbeit werden.

Walkners SSV-Einsatz in Portugal 2026: Das Foto zeigt den damaligen Maverick X3, nicht den für Marokko genannten Maverick R. Quelle: bp Ultimate Rally-Raid Portugal / Automóvel Club de Portugal.

Was Marokko für den weiteren Weg bedeutet

Die Erfahrung mit Etappenrhythmus, Gelände und Belastung nimmt Walkner mit. Die Abstimmung eines vierrädrigen Rallyefahrzeugs und das Zusammenspiel mit einem Beifahrer muss er dagegen weiter aufbauen. Mit Mena nennt die Marokko-Liste zudem einen anderen Partner als beim Portugal-Einsatz.

Die Dakar 2027 ist das erklärte Ziel seiner Rückkehr. Eine Marokko-Nennung ist aber noch keine bestätigte Dakar-Teilnahme. Für die Einordnung seines Fortschritts lohnt deshalb der Blick über einzelne Etappenzeiten hinaus: Wie konstant kommt das Duo durch die Rallye, wie zuverlässig läuft das Fahrzeug und wie gut funktioniert die Navigation? Marokko ist der nächste Praxistest auf diesem Weg.

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