Serie: Was kostet der Weg zur Dakar wirklich?
Erweitert am 6. Oktober 2026. Alle Termine und Preisvergleiche beziehen sich auf die Saison 2026. Abgelaufene Tarife sind historische Vergleichswerte; sie sind keine aktuellen Buchungsangebote.
Der Weg zum Rallysport beginnt nicht zwingend mit einer teuren Wüstenreise. Eine eintägige Orientierungsfahrt, ein Navigationstraining und eine Marathonrally vermitteln unterschiedliche Fähigkeiten – und verursachen völlig unterschiedliche Kosten. Deshalb vergleichen wir jetzt 16 Veranstaltungen, von der Blue Day Rally bis zum RoRallyMarathon, und zusätzlich das betreute Ténéré-Angebot für die Addax Rally.
Die zentrale Frage lautet: Welche Veranstaltung passt zum eigenen Fahrkönnen, zur verfügbaren Zeit und zum Lernziel? Erst danach lässt sich entscheiden, ob ein günstiges Startgeld auch ein günstiger nächster Schritt Richtung Dakar ist.

So ist der Vergleich sortiert
Die folgenden fünf Stufen sind eine redaktionelle Einschätzung, keine offizielle oder standardisierte Schwierigkeitswertung. Grundlage sind Veranstalterangaben zu Untergrund, Navigation, Tageslängen, Zeitnahme und Marathonformat. Wetter, Streckenvariante, Motorradgewicht und eigenes Tempo verändern den tatsächlichen Anspruch erheblich. „Einstieg“ meint hier den Einstieg ins Roadbookfahren, nicht das Erlernen des Motorradfahrens.
Sortiert wird zuerst nach Anspruchsstufe und innerhalb jeder Stufe nach der ausgeschriebenen Veranstaltungsdauer; bei gleicher Dauer stehen ähnliche Formate zusammen. Reine Fahrtage, Prolog, Abnahme und Anreise sind gesondert angegeben, soweit belegt. Die Charakteristik unterscheidet Tour, Training, Wettbewerb und Navigationsraid. Preisangaben betreffen die genannte Motorradklasse und sind keine vollständigen Reisekosten.
Stufe 1: Roadbook-Einstieg und überschaubare Touren
| Angebot | Charakteristik und Anspruch | Dauer und Termin 2026 | Preis für Motorradfahrer |
|---|---|---|---|
| Blue Day Rally, Deutschland | Orientierungsfahrt: 200 km Sachsen-Pokal für Einsteiger oder anspruchsvollere 270 km; Asphalt und legale unbefestigte Wege, kein Rally-Raid-Geschwindigkeitsrennen. | 1 Tag · 12.09. | 59 €. Quelle |
| Roadbooktour Mecklenburg, Deutschland | Tour: mäßig anspruchsvolles Endurowandern mit Einführung; Sandpassagen verlangen solides Grundfahrkönnen. | 4 Programmtage / 3 Fahrtage · 30.04.–03.05., 02.–05.07. oder 01.–04.10. | 690 €; Mietbike +330 €. Quelle |
Stufe 2: Aufbau, Navigation und mehrtägiges Offroadfahren
| Angebot | Charakteristik und Anspruch | Dauer und Termin 2026 | Preis für Motorradfahrer |
|---|---|---|---|
| EutichesBook Alcañiz OffRoad, Spanien | Nicht wettbewerbsorientierte Roadbooktour; mehr als 600 km bei der Zweitagesvariante. Die Länge verlangt Kondition. | 3 Veranstaltungstage / 1 oder 2 Fahrtage · 16.–18.10. | 125 € / 1 Fahrtag; 165 € / 2 Fahrtage; Papierroadbook +10 €. Quelle |
| Swank Rally di Sardegna – Experience, Italien | Touristische Kategorie mit Roadbook oder GPX; vereinfachte Alternativen und Abkürzungen. Anspruch steigt mit gewählter Route. | 5 Tage · 29.09.–03.10.; Programm mit Prolog und 4 Etappen | 1.500 / 1.700 / 1.990 € je Buchungsphase; Paketdetails beachten. Quelle |
| Bosnia Rally, Bosnien und Herzegowina | Navigationstraining ohne Zeitnahme; ausdrücklich für fortgeschrittene Endurofahrer. Roadbook oder GPS, alternative ADV-Strecke. | 7 Veranstaltungstage / 5 Etappen · 12.–18.07. | 820 € Early Bird / 920 € regulär; Unterkunft extra. Quelle |
Stufe 3: Sportlicher Einstieg und kompakter Wettbewerb
| Angebot | Charakteristik und Anspruch | Dauer und Termin 2026 | Preis für Motorradfahrer |
|---|---|---|---|
| Baja Europe, Polen | Kompaktes Rennen auf sandigen, ausgefahrenen und bewaldeten Strecken; kurze Veranstaltungsdauer bedeutet nicht leichtes Gelände. | 3 Tage · 14.–16.05.; Prolog + 2 Rallyetappen | 550 € Standardtarif; Verpflegung und Hotel extra. Quelle |
| Swank Rally di Sardegna – Rally, Italien | Wettbewerb mit Zeitnahme in selektiven Abschnitten und Roadbookpflicht; vom touristischen Experience-Angebot zu unterscheiden. | 5 Tage · 29.09.–03.10.; Prolog + 4 Etappen | 1.500 / 1.700 / 1.990 €; Transponder +70 €, Kaution 200 €. Quelle |
| Rallye Breslau, Polen | Mehrtägiger Cross-Country-Wettbewerb; Ausdauer und tägliche Materialpflege gewinnen gegenüber einer kurzen Baja an Gewicht. | 6 Tage · 28.06.–03.07.; Prolog + 5 Rallytage | 1.500 € Standardtarif bis 01.06. Quelle |
| Sandalion Rally, Italien | Sportlicher Roadbook-Wettbewerb; angekündigt mit Marathonetappe und gewerteter Nachtprüfung. Am oberen Rand dieser Stufe. | 6 Programmtage / 5 Renntage · 12.–17.10.; Rennstart 13.10. | 1.400 € bis 31.08. / 1.500 € bis 10.10.; Pflichttracking +200 €. Quelle |
Stufe 4: Anspruchsvolle Rallywochen und Wüstenformate
| Angebot | Charakteristik und Anspruch | Dauer und Termin 2026 | Preis für Motorradfahrer |
|---|---|---|---|
| Addax Rally, Marokko | Wüstenrennen mit Sand, Dünen und Steinpisten. PRO bietet kürzere Distanzen als ELITE; die Einstufung hängt von der Klasse ab. | 6 Veranstaltungstage · 25.–30.10. | 3.500 € frühe / 3.700 € spätere Preisstufe, letztere bis 05.10. Quelle |
| Dinaric Rally, Kroatien | Rally-Raid in den Dinarischen Alpen; lange Tagesetappen und zweitägiger Marathon ohne externe Hilfe. | 7 Kerntage · 22.–28.08.; Prolog + 5 Etappen; Bivouac ab 21.08. | 1.320 / 1.468,50 / 1.630 € je Buchungsphase. Quelle |
| Hellas Rally, Griechenland | Rallywoche mit Roadbooknavigation und Marathonabschnitt; hier ist die Rennklasse gemeint, nicht Adventure Raid. | 7 Renntage · 25.–31.05.; Abnahmen bereits 22.–24.05. | 1.500 / 1.600 / 1.700 €, spät 2.000 €; Moto/Quad-Tarife 2026. Quelle |
| Greece Rally, Griechenland | Roadbookrennen rund um Serres mit Marathonabschnitt und mehreren etwa 300 km langen Tagen. | 7 Renntage · 20.–26.09.; Abnahme 19.09. | 1.300–1.700 €; regulär 1.400 € laut indexiertem 2026-Stand, siehe Quellenhinweis. Quelle |
| 1000 Dunas – Rally / Dakar, Marokko | Navigationsraid; diese beiden Kategorien bezeichnet der Veranstalter als schwierig. Rocket und Classics werden als Einstieg ausgewiesen und gehören nicht in dieselbe Anspruchsstufe. | 8 Programmtage / 6 Etappen · 17.–24.10. | Rally 3.700 €, Dakar 4.000 €; andere Kategorien ab 3.100 €, Staffel 60–100. Quelle |
| Rally Albania, Albanien | Mehrtägiger Wettbewerb mit wechselnden Bivouacs; hohe Anforderungen an Ausdauer und Organisation. Gemeint ist Rally Albania, nicht Albania Raid. | 8 Programmtage · 06.–13.06.; Prolog, 6 Etappen und Epilog laut 2026-Plan | Historischer Motorradpreis 2026 nicht ausreichend verifiziert. Quelle |
| Fenix Rally, Tunesien | Wüstenrennen auf Sand, Dünen und Schotter; lange Veranstaltungsbindung und entsprechende Logistik. | 9 Tage · 23.–31.10.; angekündigt: Prolog, 7 Etappen und Ruhetag | 3.590 € Standardtarif bis 05.09. Quelle |
Stufe 5: Besonders hohe Marathon- und Ausdauerbelastung
| Angebot | Charakteristik und Anspruch | Dauer und Termin 2026 | Preis für Motorradfahrer |
|---|---|---|---|
| RoRallyMarathon, Rumänien | Ausgeprägtes Marathonformat: zweitägiger Marathon und rund 550 km lange Baja-555-Wertungsprüfung im Teilnehmerplan. Die Adventure-Klasse ist separat zu betrachten. | 9 Programmtage · 10.–18.07.; Abnahme, Prolog und 7 SS-Tage einschließlich Epilog | 999 / 1.250 / 1.500 / 1.700 € je Buchungsphase; Tracking zusätzlich. Quelle |
Einordnung: Die Stufen beschreiben den Gesamtanspruch, keine behauptete Rangfolge jeder einzelnen Strecke. Bosnia kann technisch anspruchsvoller sein als manche Rennpassage. Bei RoRallyMarathon begründet insbesondere die extreme Tageslänge die höchste Stufe. Eine Rennklasse wird nicht dadurch leichter, dass parallel eine touristische Klasse angeboten wird.
Welche Charakteristik passt zu welchem Lernziel?
- Roadbook verstehen: Blue Day, Mecklenburg oder EutichesBook ermöglichen Navigation ohne eine komplette internationale Rennwoche. Die Streckenlänge bleibt trotzdem zu beachten.
- Offroad-Navigation über mehrere Tage festigen: Bosnia und Swank Experience verbinden wiederholte Fahrtage mit weniger Ergebnisdruck. Bosnia verlangt bereits sicheres Endurofahren.
- Rennabläufe kennenlernen: Baja Europe bietet ein kompaktes Format; Swank Rally, Breslau und Sandalion erweitern die Dauer und Belastung.
- Rallyausdauer und Selbstmanagement entwickeln: Dinaric, Hellas, Greece und Albania verlangen eine ganze Woche mit Navigation, Wartung und Erholung. RoRallyMarathon setzt bei den Tagesdistanzen einen besonders hohen Maßstab.
- Sand und Dünen üben: Addax, Fenix und die passende 1000-Dunas-Kategorie bringen Wüstenerfahrung. Die Wahl der kürzeren oder touristischen Klasse muss separat geprüft werden.
Diese Zuordnung ist eine redaktionelle Ableitung aus den Veranstaltungsformaten. Sie beschreibt mögliche Lernschritte, keinen vorgeschriebenen Ausbildungsweg.

Die neuen Kosten-Benchmarks im Detail
Blue Day und EutichesBook: 59 Euro bei Blue Day zeigen, wie niedrig die reine Teilnahmegebühr einer eintägigen Orientierungsfahrt sein kann. EutichesBook kostet für zwei Offroadtage 165 Euro; Anreise und Übernachtung machen daraus dennoch keine 165-Euro-Reise. Für die separate OnRoad-Variante sind 75 Euro für 300 km oder 95 Euro für 500 km veröffentlicht. Die Anmeldung für Alcañiz ist auf der Veranstalterseite bereits geschlossen. Blue Day · EutichesBook
Bosnia: Zur regulären Teilnahme für 920 Euro kommen beispielsweise 120 Euro Camping oder 290 Euro für sechs Nächte im Doppelzimmer mit Frühstück. Damit ergeben sich 1.040 Euro mit Camping beziehungsweise 1.210 Euro mit Hotel vor Anreise, Kraftstoff und weiteren Mahlzeiten. Das Mietmotorrad inklusive Navigation kostet zusätzlich 1.890 Euro; allein die Navigation lässt sich für 390 Euro mieten. Bosnia-Preise
Baja Europe: 550 Euro für Fahrer und Motorrad sind ein konkreter Vergleichswert für ein kurzes Rennformat. Tracking- und Navigationsgerätemiete sind enthalten, Montagekit, Unterkunft und Verpflegung nicht. Eine zusätzliche Person kostet 70 Euro, ein zusätzliches Fahrzeug 50 Euro. Das ist Zugang für eigene Betreuung, kein eingekaufter Mechanikerservice. Baja-Europe-Preise
Swank: Der Standardpreis von 1.700 Euro enthält bereits die Hin- und Rückfähre samt Motorrad und geteilter Kabine sowie zwei Hotelnächte mit Halbpension. Die veröffentlichte Zusatzliste nennt 70 Euro Transpondermiete und 200 Euro rückzahlbare Kaution. Der Paketumfang erklärt einen Teil des Unterschieds zu reinen Nenngebühren. Swank-Leistungen
Dinaric und RoRallyMarathon: Bei Dinaric sind Tracking und das Übernachten im eigenen Zelt oder Camper im Bivouac eingeschlossen. RoRallyMarathon nennt 1.500 Euro regulär, aber eine separat zu mietende Stella-Einheit; der Teilnehmerleitfaden lässt deren Mietpreis offen und nennt für Erstanwender ein Zubehörpaket für 100 Euro. Ein scheinbar günstiger Marathon braucht außerdem ein realistisches Budget für Reifen, Verschleiß und Betreuung. Dinaric · RoRallyMarathon
Sandalion: Mit der am 6. Oktober noch ausgewiesenen Nennung von 1.500 Euro und 200 Euro Pflichttracking liegt die belegte Teilsumme bei 1.700 Euro. Fähre, Unterkunft, Verpflegung, Navigationsgerät und technische Hilfe kommen hinzu. Sandalion-Gebühren
Hellas, Greece und Albania: Für Hellas ist auf der offiziellen Adventure-Unterseite noch eine ausdrücklich auf 2026 datierte Tabelle der Rennklassen vorhanden. Greece lässt sich über den indexierten 2026-Stand der offiziellen Gebührenseite rekonstruieren; die live erreichbare Seite nennt inzwischen 2027-Zeiträume. Dort waren für 2026 zusätzlich 150 Euro Trackingmiete ausgewiesen. Bei Albania leitet die alte Gebührenseite bereits auf 2027 um; einen ausreichend belegten 2026-Motorradpreis lasse ich deshalb bewusst offen. Diese Lücke darf nicht mit einem Preis aus dem Folgejahr gefüllt werden. Hellas · Greece · Albania
Roadbook-Einstieg: Was 690 Euro tatsächlich abdecken
Die Roadbooktour Mecklenburg bietet für 690 Euro drei Übernachtungen im Doppelzimmer mit Halbpension, Roadbooks, Einweisung, Guide und technische Unterstützung. Mit einer gemieteten Yamaha WR250R für 330 Euro ergeben sich 1.020 Euro; ein optionaler Roadbookhalter für 20 Euro erhöht diese Teilsumme auf 1.040 Euro. Anreise, Kraftstoff, Mittagessen und Getränke kommen hinzu.
Die drei ausgeschriebenen Termine im Frühjahr, Sommer und Anfang Oktober 2026 sind inzwischen vorbei. Das Angebot bleibt als Jahresvergleich interessant: Es zeigt, was ein organisierter Zugang zum Roadbookfahren kosten kann. Der Veranstalter beschreibt ausdrücklich entspanntes Endurowandern – daraus sollte man weder ein Renntraining noch eine Dakar-Qualifikation ableiten. [1]
Breslau und Fenix: Leistungsumfang statt Startgeld vergleichen
Die Rallye Breslau 2026 liefert einen europäischen Rennsport-Benchmark. Der Enduro-Standardtarif betrug 1.500 Euro. Enthalten waren unter anderem Prolog und fünf Rallytage, Catering, Trackingmiete, digitale Roadbooks und medizinische Versorgung. Hotel, Anreise, Kraftstoff und persönliche Unfallversicherung waren nicht enthalten; auch das Serviceteam verursachte eigene Gebühren.
Ein Rechenbeispiel aus der veröffentlichten Gebührenliste: Fahrer 1.500 Euro, eine Serviceperson 500 Euro und ein Servicefahrzeug bis 3,5 Tonnen 190 Euro ergeben 2.190 Euro Veranstaltungsgebühren. Das ist noch kein Gesamtbudget: Fahrzeugbetrieb, Material und die Arbeit der Betreuung fehlen darin. [2]
Bei der Fenix Rally 2026 lag der Enduro-Standardtarif bei 3.590 Euro. Zum Paket gehörten Hotelunterbringung im geteilten Zimmer gemäß Programm, Verpflegung an Rallytagen, medizinische Versorgung sowie Mietgeräte für Tracking, digitales Roadbook und Navigation. Ein wichtiger Detailpunkt: Die Preisseite nennt den separat zu kaufenden IRIS-Montagesatz ausdrücklich als Ausnahme. Solche Positionen zeigen, warum ein höheres Startgeld nicht automatisch eine teurere Gesamtreise bedeutet. [3]
Addax: Nennung und betreutes Paket sauber auseinanderhalten
Die Addax Rally vom 25. bis 30. Oktober 2026 nennt zuletzt 3.700 Euro für Motorräder. Diese Preisstufe endete am 5. Oktober. Enthalten sind unter anderem Unterkunft im geteilten Zimmer mit Halbpension, Roadbook, Stella-Trackingmiete und medizinische Leistungen. Kraftstoff, Reifen, Ersatzteile, die Fahrzeugrückführung und die Montageausrüstung für das Trackinggerät sind damit nicht automatisch bezahlt. [4]
Das Angebot von Ténéré Spirit Experience setzt an einer anderen Stelle an: 7.900 Euro werden für „Racing + Assistance“ einschließlich Nennung, Betreuung, Motorradtransport und Hotel mit Halbpension ausgewiesen. Die Addax-Nennung darf deshalb nicht noch einmal separat addiert werden. Die Anreise des Fahrers ist nicht enthalten.
Daneben stehen 12.000 Euro für „Ténéré 700 GYTR Rental“. Aus der Darstellung lässt sich nicht eindeutig ablesen, ob dies ein zusätzlich zu zahlender Mietbetrag oder ein umfassenderes Paketpreisangebot ist. Eine Gesamtsumme von 19.700 Euro wäre daher ohne schriftliche Klärung nicht belastbar. Vor einer Kalkulation müssen außerdem Mietdauer, Kaution, Schäden und eingeschlossene Verbrauchsteile aus dem konkreten Angebot hervorgehen. [8]
1000 Dunas: Assistance ist nicht automatisch ein Mechanikerpaket
Die Bezeichnung „Dakar“ bei 1000 Dunas ist lediglich ein Kategoriename dieser Veranstaltung, keine Nennung zur Dakar Rally.
Unterkunft, Halbpension und allgemeiner technischer Service gehören zum Grundangebot. Persönlicher Mechaniker, Stella-Miete und Motorradtransport nach Marokko sind damit nicht abgedeckt. [5]
Die Extras-Seite nennt 300 Euro für Materialtransport während der Veranstaltung: zwei definierte Materialboxen, zwei Reifen und eine Tasche bis 80 Liter. Das ist kein Transportpreis für das Motorrad von zu Hause nach Marokko. [6]
Besonders wichtig ist die Formulierung „Assistance 900 Euro“: Die Detailseite beschreibt die Anmeldung eigener Begleit- oder Servicepersonen. Sie nennt 900 Euro pro Person zuzüglich Fahrzeuggebühren: 100 Euro für einen Geländewagen, 200 Euro für einen Van oder 300 Euro für einen Lkw. Daraus lässt sich kein vom Veranstalter gestelltes Mechanikerpaket für 900 Euro ableiten. [7]
Die allgemeinen Extras-Seiten enthalten zudem ältere Ablaufangaben, während die Hauptseite das Programm 2026 beschreibt. Diese Zusatzpreise sind deshalb veröffentlichte Anhaltspunkte, deren Gültigkeit und Leistungsumfang für 2026 vor einer Buchung bestätigt werden müssen.
So wird aus einem Startgeld ein brauchbares Budget
Für die nächsten Folgen dieser Serie trennen wir sechs Kostenblöcke. So lassen sich Angebote vergleichen, ohne enthaltene Leistungen doppelt zu zählen oder wichtige Ausgaben zu übersehen:
- Veranstaltung: Nennung, erforderliche Lizenzen und Versicherungen, Navigation, Tracking und gegebenenfalls Montagekits.
- Motorrad: Kauf oder Miete, Vorbereitung, Wartung sowie tatsächlicher Wertverlust bei einem eigenen Fahrzeug.
- Verbrauch und Reparaturen: Reifen, Mousse, Kraftstoff, Ersatzteile und Schäden, soweit nicht ausdrücklich eingeschlossen.
- Reise und Logistik: Anreise des Fahrers, Motorradtransport, Fähre, Übernachtungen außerhalb des Pakets und Materialtransport.
- Betreuung: Mechanikerleistung sowie Anmeldung, Anreise und Fahrzeugkosten des eigenen Serviceteams.
- Reserve und Liquidität: Ungeplante Reparaturen und Rückreise; Kautionen zusätzlich als vorübergehend gebundenes Geld ausweisen.
Der erweiterte Vergleich zeigt: Ein Einstieg ins Roadbookfahren lässt sich deutlich kleiner organisieren als eine mehrtägige Rally mit Betreuung. Wie teuer der eigene Weg wird, entscheidet sich aber erst am vollständigen Leistungsumfang und daran, wie viele Veranstaltungen, Trainings und Umbauten tatsächlich nötig sind. Genau dort setzt „Was kostet der Weg zur Dakar wirklich?“ an: bei nachvollziehbaren Einzelposten statt einer scheinbar universellen Gesamtsumme.
Quellen- und Bildnachweise
Recherche vom 6. Oktober 2026. Grundlage sind überwiegend Veranstalterangaben; bei Albania ergänzt ein Bericht von RTSH die Einordnung. Die Tabellen geben ausgeschriebene Programme wieder, nicht nachträglich verifizierte tatsächlich gefahrene Kilometer. Historisch indexierte Seitenstände sind ausdrücklich markiert. Anspruchsstufen und Lernziele sind redaktionelle Bewertungen.
- Roadbook Touren: Mecklenburg 2026 – Termine, Preis, Mietmotorrad und Leistungen.
- Rallye Breslau: Entry Fees 2026, einschließlich der dort veröffentlichten Preistabelle.
- Fenix Rally: Entry Fees 2026 – Enduro-Tarife, Leistungen und Ausnahmen.
- Addax Rally: Basic Info – Ausgabe 2026, Gebühren und Leistungen.
- 1000 Dunas: Programm 2026, Kategorien, Preisstaffel und Leistungen.
- 1000 Dunas: Extras – Materialtransport und zusätzliche Angebote.
- 1000 Dunas: Asistencia y acompañantes – Anmeldung von Begleitpersonen und Servicefahrzeugen.
- Ténéré Spirit Experience: Addax Rally 2026 – Racing + Assistance und GYTR-Mietangebot.
- Hessler Motorsport: Blue Day Rally 2026 – Preis, Klassen, Strecke und Charakter.
- EutichesBook Alcañiz 2026 – OffRoad/OnRoad, Preise, Termine und Teilnahmebedingungen.
- Bosnia Rally: Preise 2026 und Veranstaltungskonzept mit Kalender 2026 (älterer URL-Name, aktualisierter Seiteninhalt).
- Baja Europe: Gebühren 2026 und RBI: Termin, Prolog, Etappen und Navigation.
- Swank Rally di Sardegna: Kategorien, Preise und Leistungen 2026; Rally-Reglement 2026; Experience-Reglement 2026.
- Sandalion: Nennung und Pflichttracking 2026; Programm mit fünf Renntagen, Marathon und Nachtprüfung.
- Dinaric: Gebühren 2026; Reglement und vorläufiger Zeitplan 2026.
- RoRallyMarathon: Gebühren mit Preistabelle 2026; Teilnehmerleitfaden 2026.
- Hellas: erhaltene Gebührenmatrix und Kalender 2026 auf der Adventure-Unterseite. Die dortigen Inklusivleistungen beziehen sich auf Adventure und werden nicht pauschal auf die Rennklasse übertragen.
- Greece Rally: Strecke und Etappen 2026; Gebührenseite: Preisangaben aus dem am Recherchetag noch auffindbaren indexierten 2026-Stand, während die Live-Seite bereits 2027-Fristen zeigt.
- Rally Albania: historisch indexierte Agenda 2026 (Link leitet inzwischen auf 2027 um); RTSH: Abschlussbericht vom 15. Juni 2026; aktuelle Gebührenseite für 2027, nicht als Preisquelle für 2026 verwendet.
- Fenix 2026: Veranstaltungsdauer und Etappenformat.
Artikelfoto 1: Motorradfahrer in den Dünen, Addax Rally. Fotograf laut Bildmetadaten: Daniel Delgado de Vicente; Veranstalterdatei mit GOWMEDIA-Kennung. Aufnahmedatum laut Bildmetadaten: 14. November 2025. Originalquelle · Originalbild.
Artikelfoto 2: Materialbox und Motorradstiefel, 1000 Dunas. Bildcredit laut Metadaten: © Kfoto – Josito Gomez. Archivaufnahme; genaues Aufnahmedatum nicht ausgewiesen. Originalquelle ·

