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Carlos Tatay: Nach Querschnittslähmung nennt er die Dakar 2028 als Ziel

Der Spanier Carlos Tatay will bei der Dakar 2028 an den Start gehen. In einem Interview mit Informativos Telecinco, veröffentlicht am Sonntag, 4. Oktober 2026, nennt der 23-Jährige die Rallye ausdrücklich als sein sportliches Ziel: „Die Dakar 2028. Das härteste Rennen der Welt ist mein Ziel, und wir gehen es an.“ (übersetzt aus dem Spanischen, Informativos Telecinco)

Es handelt sich um eine Absichtserklärung des Fahrers. Eine Nennung für die Dakar 2028 ist nicht belegt, ebenso wenig, in welcher Wertungsklasse Tatay antreten würde. Eine Bestätigung des Veranstalters liegt nicht vor.

Unfall in einem Moto2-Rennen

Tatay kam aus dem Straßenrennsport. Am 2. Juli 2023 stürzte er laut Telecinco in einem Moto2-Rennen, als er in einer Kurve bei mehr als 300 km/h vom Motorrad geschleudert wurde. Die Rückenmarksverletzung nahm ihm die Bewegungsfähigkeit der Beine. Seitdem ist er im Alter von 20 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Es folgten nach Angaben des Berichts fünf Monate Rehabilitation im Hospital Nacional de Parapléjicos in Toledo.

Carlos Tatay im Rollstuhl vor einem Regal mit Pokalen und Auszeichnungen aus seiner Motorradkarriere
Carlos Tatay vor seinen Trophäen. Foto: Carlos Tatay (@carlostatay99), in sozialen Netzwerken geteilt, veröffentlicht von Informativos Telecinco am 4. Oktober 2026

Neuer Weg über den Rally-Raid

Auf das Motorrad kehrte Tatay nicht zurück. Telecinco schreibt, er habe sich von seinem großen Traum, den Motorrädern, verabschieden müssen und im Rally-Raid eine neue Form des Wettbewerbs gefunden. Ein Jahr nach dem Unfall stand er demnach auf einem Podium. Eine Bildunterschrift im selben Artikel ordnet diesen ersten Podestplatz seinem ersten Rennen in der GSeries Andorra zu. Weitere Angaben zu Klasse und genauem Datum dieses Ergebnisses enthält der Bericht nicht.

Fotos im Telecinco-Artikel zeigen Tatay beim Einsteigen in einen umgebauten Buggy, mit dem er inzwischen antritt.

Carlos Tatay steigt aus seinem Rollstuhl in einen blau-gelben Rallye-Buggy
Carlos Tatay steigt in seinen umgebauten Buggy. Foto: Fotograf nicht genannt, Telecinco zur Verfügung gestellt; Aufnahmedatum nicht angegeben. Quelle: Informativos Telecinco

Buch „Mi motor interno“

Seine Geschichte hat Tatay aufgeschrieben. „Mi motor interno“ erscheint 2026 bei Ediciones B und umfasst mehr als 200 Seiten. Das Buch reicht laut Telecinco vom ersten Motorrad, das er mit drei Jahren geschenkt bekam, über den Unfall und eine Depression bis zur Rückkehr in den Wettbewerb. Den Schwerpunkt bilden die ersten anderthalb Jahre nach dem Sturz.

Im Interview beschreibt Tatay den Umbruch als sehr groß für die kurze Zeit. Nicht den Rhythmus und die Richtung zu verlieren, habe ihm geholfen, sich neu aufzustellen. Die Überschrift des Telecinco-Beitrags zitiert ihn mit dem Satz: „Angst sehe ich in meiner Geschichte nicht vor.“ (übersetzt)

Quellen- und Bildnachweise

  • Text: Candela Hornero, „Carlos Tatay, piloto de 23 años, tras el accidente que le dejó en silla de ruedas: ‚No contemplo el miedo dentro de mi historia‘“, Informativos Telecinco, 4. Oktober 2026: telecinco.es
  • Foto 1: Carlos Tatay vor seinen Trophäen; Rechteinhaber laut Telecinco: Carlos Tatay (@carlostatay99), in sozialen Netzwerken geteilt; Originalquelle: Informativos Telecinco; veröffentlicht am 4. Oktober 2026, Aufnahmedatum nicht angegeben.
  • Foto 2: Carlos Tatay steigt in seinen umgebauten Buggy; Fotograf nicht genannt, laut Telecinco zur Verfügung gestellt („cedida“); Originalquelle: Informativos Telecinco; veröffentlicht am 4. Oktober 2026, Aufnahmedatum nicht angegeben.
Published inAllgemein