Serie: Fenix Rally – The doorway to Sahara
Jeremy Knuiman führt die Motorradwertung der Fenix Rally nach der siebten und letzten Etappe vorläufig an. Am Samstag, 31. Oktober 2026, verlor der Niederländer auf der Schlussetappe bei Monastir 2 Minuten und 50 Sekunden auf Justin Gerlach, der die Etappe gewann. Im Gesamtklassement liegt Knuiman laut vorläufiger Wertung 3 Minuten und 15 Sekunden vor Gerlach.
Schlussetappe: Gerlach schneller, Knuiman verteidigt den Vorsprung
Die Wertungsprüfung war 82,84 Kilometer lang und führte über Pisten, Kamelgras, Felder und Dörfer mit Gegenverkehr. Das Roadbook verlangte mehrere Tempozonen mit 30 und 50 km/h sowie Pflichthalte von zwei Sekunden. Der Zieleinlauf war fliegend bei Kilometer 82,84. Laut Wettbewerbsunterlagen war die Gesamtstrecke der Etappe 202 Kilometer lang, der Bericht von RallyTracks nennt dagegen eine 228 Kilometer lange Schleife aus einem früheren vorläufigen Programm.
Gerlach fuhr die Wertungsprüfung in 1 Stunde, 14 Minuten und 9,56 Sekunden. Daan Veenendaal lag 1 Minute und 50 Sekunden zurück, Knuiman 2 Minuten und 50 Sekunden. Richard Wijntjes wurde Vierter der Etappe, Florian Willer Fünfter. Gaspard Delsart belegte Platz sieben, Georg Reinprecht Platz elf. Pascal De Baar erhielt auf der Etappe 15 Minuten Strafzeit wegen Geschwindigkeitsüberschreitung und kam auf Platz 13.
Laut Medienbericht ergänzte die Rennleitung am Morgen eine weitere Neutralisation zwischen Kilometer 30,32 und 32,44, weil sich in diesem Abschnitt Kinder aufhielten. Das Roadbook sah eine Neutralisation von 20 Minuten ab Kilometer 18,59 vor. Beide Angaben sind hier nebeneinander genannt, eine Bestätigung der zusätzlichen Neutralisation durch den Veranstalter liegt nicht vor.
Gesamtstand nach Etappe 7
Die vorläufige Gesamtwertung nach Etappe 7 (Stand 31. Oktober 2026, 18:13 Uhr) sieht bei den Motorrädern so aus:
- Platz 1: Jeremy Knuiman, Gesamtzeit 28 Stunden, 2 Minuten und 24,31 Sekunden
- Platz 2: Justin Gerlach, Rückstand 3 Minuten und 15 Sekunden
- Platz 3: Daan Veenendaal, Rückstand 1 Stunde, 7 Minuten und 46 Sekunden
- Platz 4: Gaspard Delsart, Rückstand 3 Stunden, 51 Minuten und 11 Sekunden
- Platz 5: Richard Wijntjes, Rückstand 6 Stunden, 17 Minuten und 1 Sekunde
Pascal De Baar liegt nach der Schlussetappe auf Platz 9. Sara Jugla verlor ihre Position im Gesamtklassement, sie erhielt auf der Schlussetappe 1 Stunde, 22 Minuten und 40 Sekunden Strafzeit für Tempoverstöße. Das vorläufige Klassement führt sie auf Platz 8.
Bei Knuiman weichen die Angaben zur Strafzeit voneinander ab. Das vorläufige Klassement weist für ihn insgesamt 15 Minuten und 30 Sekunden Strafzeit aus, im Medienbericht heißt es, für Etappe 3 sei eine Strafe von 13 Minuten und 30 Sekunden verhängt worden. Die Differenz ist nicht geklärt.
Rückblick: Abbruch der sechsten Etappe
Die sechste Etappe von Douz nach Monastir war nach rund 108 Kilometern abgebrochen worden. Starker Regen hatte den Chott unpassierbar gemacht, auch die alternative Route war nicht befahrbar. Die Wertung wurde bei Kilometer 108 erstellt. Laut Rennleiter Alexander Kovatchev war eine Fortsetzung wegen der großen Zahl an Teilnehmern und fehlender Tankstellen auf einer möglichen Umfahrung kaum machbar. Danach fuhren die Teilnehmer auf der Asphaltstraße nach Monastir. Knuiman lag nach dieser Etappe 6 Minuten und 5 Sekunden vor Gerlach.
Deutschsprachige Starter
Justin Gerlach (Deutschland, Startnummer 11) belegt im Gesamtklassement Platz 2 und gewann die Schlussetappe. Florian Willer (Deutschland, Startnummer 9) wurde auf der Schlussetappe Fünfter und liegt im Gesamtklassement auf Platz 7. Georg Reinprecht (Österreich, Startnummer 24) kam auf Platz 11 der Etappe und liegt im Gesamtklassement auf Platz 16.
In einer Audioaufnahme sagte Gerlach: „Am Ende hat es dann jetzt nicht für den gesamten Sieg gereicht.“ Im Gesamtklassement sei er damit Zweiter. Zugleich erklärte er: „Insofern eine sehr, sehr erfolgreiche Rallye.“ Zum Motorrad sagte er: „Ich habe mich mit dem Motorrad sehr angefreundet.“ Nach seinen Worten blieb er unverletzt: „Alles heile, nix verletzt.“
Knuiman, 23 Jahre alt, bestritt laut RallyTracks seine erste Wüstenrallye. Nach Angaben seines Teams diente der Start vor allem dazu, Erfahrungen beim Navigieren und Fahren in unbekanntem Gelände zu sammeln. Kovatchev sagte nach dem Ziel auf Englisch sinngemäß, alle hätten gedacht, die Schlussetappe sei eine Ehrenrunde, dann habe es aber allerlei gegeben (übersetzt aus dem Englischen).
Die Siegerehrung war für den Abend im Hotel Rosa Beach in Monastir geplant, laut Wettbewerbsunterlagen etwa 20:30 bis 21:00 Uhr. Bis zur offiziellen Ergebnisbekanntgabe bleiben die Platzierungen vorläufig.
Quellen- und Bildnachweise
Textquellen: RallyTracks.nl, „Knuiman wins Fenix Rally on debut, Thijs and Van Tiel dominate in the cars“, 31.10.2026, Originalbeitrag. RallyTracks.nl, „Rain halts sixth Fenix Rally stage, Knuiman retakes the lead“, 31.10.2026, Originalbeitrag. Zusätzlich verwendet: Wettbewerbsunterlagen Leg 7 (Common Competitor Briefing), vorläufige Klassifikation nach Etappe 7 (Stand 31.10.2026, 18:13 Uhr) sowie Ergebnisliste der Etappe 7 (Stand 17:00 Uhr), jeweils Veranstalter-Dokumente der Fenix Rally ohne Online-Link, sowie Audioaufnahmen von Justin Gerlach mit Einwilligung.
Foto: Motiv Fahrer mit Startnummer 21 vor dem Torbogen der Fenix Rally. Fotograf nicht genannt. Originalquelle: RallyTracks.nl, Veröffentlichung 31.10.2026. Aufnahmedatum nicht belegt. Nutzung mit Hinweis auf die Originalquelle.

