Zum Inhalt springen

Greece Rally mit Feuerlöscher bald normaler Ausrüstungegenstand?

Ein kleiner Feuerlöscher am Rallybike: Was zunächst wie ein Detail im Briefing wirkt, führt zu einem größeren Thema. Die Greece Rally verlangt unter Verweis auf Vorgaben des Forest Service mindestens 0,5 kg für Motorräder. Für Amateurfahrer ist das praktisch wichtig – und ein Anlass, sich mit Wald- und Vegetationsbränden in beliebten Rallyregionen Griechenlands, Kroatiens und Bosniens und Herzegowinas zu beschäftigen.

Greece Rally: mindestens 0,5 kg für Motorräder

Im offiziellen Briefing nennt die Greece Rally mindestens 0,5 kg für Motorräder und 3 kg für SSVs und Quads. Die Fahrzeuge sollen vor jedem Renntag entsprechend ausgerüstet sein. Die Organisation bietet an, Feuerlöscher bereitzustellen.

Dokumentiert ist damit eine Vorgabe für diese Veranstaltung. Eine allgemeine Feuerlöscherpflicht für sämtliche Motorradfahrer in Griechenland lässt sich daraus nicht ableiten. Der kurze Hinweis erläutert auch nicht abschließend, welche Bauarten, Prüfstandards und Befestigungen akzeptiert werden. Teilnehmer sollten ihr konkretes Modell deshalb vor der Anreise abstimmen oder Verfügbarkeit und Ausgabe eines Geräts über die Organisation klären.

Rallylandschaften sind auch empfindliche Naturräume

Waldwege, trockene Wiesen und lange Bergpassagen machen viele Rallystrecken reizvoll. Sie führen zugleich durch Landschaften, in denen sich Vegetationsbrände bei ungünstigen Bedingungen ausbreiten können. Dabei geht es nicht nur um geschlossenen Wald: Auch Gras und Buschvegetation gehören zum Thema.

Ein Beispiel für die Bedeutung der Region im Motorradrallysport ist die Dinaric Rally mit ihrem Basislager in Knin, Kroatien. Frühere Ausgaben führten auch durch Bosnien und Herzegowina; die Veranstalterinformationen von 2022 dokumentieren dort Marathonprüfungen. Solche Strecken verbinden sportliches Erlebnis mit Verantwortung für die durchfahrene Landschaft.

Für die konkrete Brandgefahr zählen unter anderem Trockenheit, Temperatur, Wind und die örtliche Vegetation. Ein Landeswert sagt deshalb nicht, wie gefährlich eine bestimmte Rallyetappe an einem bestimmten Tag ist. Ebenso belegen die folgenden Zahlen keine Verursachung durch Rallys oder Motorradfahrer.

Wie häufig brennt es? Die Entwicklung seit 2018

Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der von EFFIS kartierten Wald- und Vegetationsbrände in drei relevanten Ländern. Sie umfasst die vollständigen Jahre 2018 bis 2025 sowie den vorläufigen Zwischenstand 2026.

[Vollbild nach Klick aufs Bild]
Die Reihe zeigt starke Schwankungen. In Bosnien stechen 2020 und 2022 hervor, in Kroatien besonders 2022. Der bisherige Wert für 2026 liegt in Bosnien und Kroatien bereits über dem jeweiligen Gesamtwert von 2025. Eine gleichmäßige jährliche Zunahme lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.

Auch die Anzahl allein beschreibt das Schadensausmaß nicht: Griechenland hatte 2023 mit 56 kartierten Bränden weniger Ereignisse als 2020 mit 88. Die kartierte Brandfläche war 2023 mit rund 174.773 Hektar aber wesentlich größer als 2020 mit 14.915 Hektar.

Zur Einordnung: EFFIS ist keine vollständige Zählung aller Brände oder Feuerwehreinsätze. Die Satellitenkartierung erfasst vor allem größere Brandflächen; seit 2018 ermöglichen Sentinel-2-Aufnahmen auch die Erfassung kleinerer Flächen unter etwa 30 Hektar. Kontrollierte Vegetationsbrände können enthalten sein. Diese Grenzen beschreibt die EFFIS-Methodik.

Verbrannte Fläche: der Blick über den Balkan hinaus

Wie stark einzelne Länder betroffen sind, zeigt neben der Brandanzahl auch die verbrannte Fläche. Die folgende Grafik übernimmt die acht größten 2026-Werte aus der RND-Übersicht mit Stand 17. September 2026 und stellt sie neu dar. Griechenland und Kroatien sind hervorgehoben.

Verbrannte Fläche 2026 in acht europäischen Ländern: Spanien 296.815, Italien 109.666, Frankreich 97.202, Portugal 66.773, Griechenland 33.937, Kroatien 20.787, Rumänien 20.557 und Bulgarien 5.662 Hektar; Stand 17. September 2026.
[Vollbild nach Klick aufs Bild]
Eigene Darstellung nach der RND-Grafik vom 17. September 2026. Auswahl von acht EU-Ländern; keine Gesamtsumme für Europa. Bosnien und Herzegowina ist in der EU-Vorlage nicht enthalten.

Die Vorlage nennt für Griechenland 33.937 Hektar und für Kroatien 20.787 Hektar. Das sind Landeswerte der bislang verbrannten Fläche, keine Angaben zur Gefährdung einzelner Rallystrecken. Sie lassen sich auch nicht unmittelbar mit der Brandanzahl gleichsetzen. Der Datenstand dieser Grafik liegt einen Tag vor dem Abruf der Jahrestabelle.

Die historischen Durchschnittswerte aus der Vorlage sind hier bewusst nicht übernommen: Der Screenshot erläutert nicht eindeutig, ob ganze Kalenderjahre oder der entsprechende Jahresabschnitt verglichen werden. Aus dieser Grafik wird deshalb keine prozentuale Zunahme gegenüber dem langjährigen Mittel abgeleitet.

Klimawandel und Hitzewellen: Warum die Gefahr künftig wachsen kann

Für den längerfristigen Ausblick ist der Klimawandel relevant. Der IPCC-Bericht zur Mittelmeerregion beschreibt mit hoher wissenschaftlicher Sicherheit: Zunehmende Hitzewellen können zusammen mit Trockenheit und Landnutzungsänderungen die Feuchtigkeit der Vegetation reduzieren, die Brandsaison verlängern und große, schwere Brände begünstigen.

Die physikalische Bewertung des IPCC projiziert bei einer globalen Erwärmung von 2 °C und mehr gegenüber vorindustriellem Niveau eine Zunahme von Trockenheit und brandbegünstigenden Wetterbedingungen im Mittelmeerraum. Das sind Klimaprojektionen für Erwärmungsniveaus, keine Vorhersagen für eine einzelne Rally oder ein bestimmtes Jahr.

[Vollbild nach Klick aufs Bild]
Mehr Brandwetter bedeutet nicht automatisch jedes Jahr mehr Brände. Ob ein Feuer entsteht und wie groß es wird, hängt auch von Zündquellen, Vegetation, Landnutzung, Prävention und Brandbekämpfung ab. Die schwankenden Jahreszahlen widersprechen deshalb einer langfristig steigenden wetterbedingten Gefahr nicht. Umgekehrt lässt sich ein einzelnes Brandjahr mit dieser Tabelle nicht dem Klimawandel zuschreiben.

Für mediterran geprägte Rallyregionen ist dieser Ausblick besonders relevant. Für einzelne Gebiete Kroatiens oder Bosniens und Herzegowinas lässt sich daraus jedoch keine pauschale Prozentprognose ableiten: Höhenlage, Küstennähe und lokale Bedingungen unterscheiden sich. Für Fahrer und Veranstalter folgt daraus, Hitze- und Trockenperioden bei Terminplanung, Streckenfreigabe und täglichem Briefing ernst zu nehmen.

 

Aktuelle Brandlage vor der Anreise prüfen

Eine Jahrestabelle ersetzt keine aktuelle Lagekarte. Als ergänzende Übersicht bietet sich die RND-Karte zu aktuellen Bränden und verbrannten Flächen in Deutschland und Europa an. Direkt bei Copernicus zeigt der EFFIS Current Situation Viewer Brandmeldungen, kartierte Flächen und Brandgefahrenprognosen.

Bei jeder Karte sind Datenstand und ausgewählter Zeitraum wichtig. Für die Befahrbarkeit einer Rallystrecke bleiben die Mitteilungen der Organisation und die örtlichen behördlichen Anordnungen maßgeblich.

Was bedeutet „0,5-kg-Feuerlöscher“ – und gibt es das für Bikes?

Bei einem klassischen Pulverlöscher bezeichnet die Kilogrammangabe üblicherweise die Löschmittelmasse: 0,5 kg entsprechen 500 Gramm Pulver. Behälter, Ventil und Halterung erhöhen das Transportgewicht. Ein Beispiel für ein anderes Löschsystem ist der PROTENG Zenova FX500: Der Anbieter nennt 0,5 kg wasserbasierte Füllung und 0,75 kg Gesamtgewicht.

500 ml Inhalt, 500 Gramm Gerätegewicht und 0,5 kg Löschmittel sind unterschiedliche Angaben. Das Greece-Rally-Briefing erläutert nicht ausdrücklich, wie seine Gewichtsangabe bei verschiedenen Bauarten auszulegen ist. Deshalb ist die Bestätigung des konkreten Geräts entscheidend.

Kompakte Geräte sind bereits erhältlich:

  • 0,5-kg-Pulverlöscher: Premier Fire Services in Südafrika führt einen Firemate dieser Größe ausdrücklich auch für Motorräder. Das belegt die Baugröße, aber weder eine europäische Zulassung noch die Akzeptanz bei der Greece Rally.
  • 500-ml-Flüssiglöschgerät: Der Firexo 500ml Aerosol wird mit Transporthalterung angeboten. Laut Hersteller ist er 295 mm hoch und gefüllt 1,1 kg schwer. Die Volumenangabe ist keine automatische Bestätigung einer 0,5-kg-Anforderung.
  • Für Motorräder beworbenes Aerosolgerät: Der MAUS Xtin Klein ist laut Hersteller 24 cm lang und insgesamt 480 Gramm schwer. Er arbeitet mit einer kaliumbasierten Aerosoltechnik und ist kein 0,5-kg-Pulverlöscher. Seine Akzeptanz als Ersatz muss ausdrücklich geklärt werden.

Ebenso wichtig sind die ausgewiesenen Brandklassen und die Eignung für den Einsatzzweck. Eine Produktwerbung für Motorradfahrer ersetzt keine Bestätigung durch die Rallyorganisation. Für keines dieser Beispiele ist hier eine Greece-Rally-Freigabe nachgewiesen.

Was Amateurfahrer praktisch tun können

  • Vor der Abfahrt: Aktuelles Reglement und Briefing lesen, akzeptiertes Gerät klären und eine sichere, schnell erreichbare Befestigung für den Geländeeinsatz abstimmen.
  • Vor jedem Fahrtag: Gefahrenmeldungen, Streckenänderungen und Sperrungen prüfen; Feuerlöscher nach Herstellerangaben kontrollieren.
  • Bei Pausen und im Biwak: Heiße Fahrzeugteile von trockenem Gras fernhalten. Der Deutsche Feuerwehrverband warnt ausdrücklich vor dem Kontakt heißer Oberflächen mit Vegetation.
  • Bei einem Brand: Rallyorganisation beziehungsweise Feuerwehr alarmieren und Eigenschutz voranstellen. Ein kleiner Löscher ist für eine frühe Reaktion gedacht, nicht für die Bekämpfung eines sich ausbreitenden Waldbrandes. Im Zweifel hat der Rückzug Vorrang, wie DFV und vfdb erläutern.

Werden Feuerlöscher künftig häufiger vorgeschrieben?

Die Greece Rally zeigt eine bereits konkrete Anforderung. Auch die Informationsseite der Hellas Rally 2027 nennt für Motorräder eine „Fire extinguisher flare“ – allerdings mit anderer Formulierung und ohne damit die Akzeptanz desselben Geräts bei anderen Veranstaltungen zu bestätigen.

Unsere Einschätzung: In waldbrandgefährdeten Rallyregionen könnten Anforderungen zum Mitführen kleiner Löschgeräte künftig wahrscheinlicher werden. Das gilt als denkbare Entwicklung auch für Veranstaltungen in Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina, etwa im Rahmen einzelner Genehmigungen oder bei besonderer Trockenheit.

Eine entsprechende allgemeine Motorradpflicht oder bereits angekündigte Einführung in diesen beiden Ländern ist durch die hier verwendeten Quellen nicht belegt. Klimaprojektionen begründen die Bedeutung von Vorsorge; sie sagen keine konkrete neue Vorschrift voraus. Und ein Feuerlöscher macht eine gesperrte Strecke nicht befahrbar.

Für Amateurfahrer bleibt die praktische Konsequenz klar: Brandschutz gehört neben Navigation, Reichweite und persönlicher Ausrüstung zur Vorbereitung. Die kurze Zeile im Greece-Rally-Briefing ist ein guter Anlass, sich rechtzeitig damit zu beschäftigen.

Stand: 18. September 2026. EFFIS-Zahlen sind kartierte Landeswerte; 2026 ist vorläufig. Produktangaben stammen von den verlinkten Anbietern. Der Ausblick auf künftige Veranstaltungsvorgaben ist eine redaktionelle Einschätzung.

 

Published inAllgemeinNews

Skyler Howes wechselt zu ZXMOTO und wird Teamkollege von Tobias Ebster

Damit bekommt das neue Rallyeprojekt eine Fahrerpaarung, die Aufmerksamkeit verdient: einen Dakar-Podiumsfahrer mit langjähriger Werkserfahrung und einen Österreicher, der sich aus der Klasse ohne Assistenz bis in die Spitzengruppe vorgearbeitet hat. Ein neues Dreamteam? Die Voraussetzungen sind spannend. Den ersten gemeinsamen Maßstab soll die Rallye du Maroc 2026 liefern.

Skyler Howes verstärkt ZXMOTO Joyride

Wie 131 Off-Road am 17. September 2026 berichtet, schließt sich Howes dem ZXMOTO Joyride Factory Rally Team an. Das neue Werksteam soll bei der Rallye du Maroc erstmals antreten. Für den Amerikaner ist dort ein Start in RallyGP vorgesehen, während Ebster in Rally2 fahren soll.

Die Verpflichtung ergänzt das bereits vorgestellte Programm mit Joyride Race Service und der ZXMOTO 450 Rally. Aus einem Projekt mit einem prominenten Fahrer wird damit eine Mannschaft, die auf zwei unterschiedliche Erfahrungsschätze zurückgreifen kann.

Was Howes in das neue Team einbringt

Howes kennt den Wettbewerb an der Spitze. Sein dritter Gesamtrang bei der Dakar 2023 gehört zu den wichtigsten Ergebnissen seiner Karriere, wie auch sein Honda-Fahrerprofil dokumentiert. Bei der Dakar 2026 gewann er zudem die elfte Etappe. Honda berichtete über diesen ersten Dakar-Etappensieg am 15. Januar.

Am 30. Juni 2026 bestätigte Monster Energy Honda HRC die Trennung nach drei gemeinsamen Saisons. Nun beginnt für Howes eine andere Aufgabe: Bei einem neuen Hersteller geht es neben Ergebnissen auch darum, ein Motorrad und die Abläufe im Team unter Rennbedingungen weiterzuentwickeln.

Aus unserer Sicht liegt darin ein großer Wert dieser Verpflichtung. Ein Fahrer, der unterschiedliche Werksstrukturen kennt, bringt Vergleichsmöglichkeiten mit. Seine Rückmeldungen können helfen, Stärken und Schwächen des neuen Pakets schneller einzuordnen. Eine Garantie für sofortige Spitzenplätze ist das selbstverständlich noch nicht.

Tobias Ebster: längst mehr als ein Talent

Auch Ebsters bisherige Ergebnisse sprechen für sich. Bei seiner Dakar-Premiere 2024 gewann er Original by Motul, die Kategorie ohne eigenes Assistenzteam, und wurde bester Rookie. 2025 folgten Rang neun in der Motorrad-Gesamtwertung und Platz zwei in Rally2. Diese Resultate sind im offiziellen Dakar-Profil festgehalten.

Für das ZXMOTO-Projekt ist diese Entwicklung interessant: Ebster kennt sowohl die Eigenverantwortung eines Fahrers ohne Mechanikerteam als auch den Wettbewerb mit professioneller Unterstützung. Er hat bereits bewiesen, dass er eine Dakar weit vorne beenden kann.

Die Zusammenarbeit mit Ebster, Joyride Race Service und der 450 Rally beschreibt ZXMOTO UK in seiner Vorstellung des Werksprogramms. Howes stößt nun zu diesem Aufbau hinzu. Damit verteilt sich die Entwicklungsarbeit auf zwei Fahrer, die jeweils eigene Erfahrungen und Rückmeldungen beitragen können.

Die ZXMOTO 450 Rally muss sich im Rennen beweisen

Im Mittelpunkt steht die ZXMOTO 450 Rally. Das erklärte Ziel des Herstellers ist, Erkenntnisse aus dem Rallyeeinsatz für die weitere Motorradentwicklung zu nutzen. Joyride Race Service übernimmt dabei die Rolle des Werksteams.

Für die Bewertung des Projekts werden aus unserer Sicht vor allem drei Fragen wichtig: Wie zuverlässig läuft das Motorrad über mehrere lange Tage? Wie gut kommen beide Fahrer mit dem Fahrverhalten zurecht? Und wie schnell setzt das Team ihre Rückmeldungen in Verbesserungen um?

Gerade bei einem neuen Rallyemotorrad sagt eine einzelne schnelle Prüfung nur begrenzt etwas über das gesamte Paket aus. Aussagekräftiger wird sein, ob sich Tempo, Navigation, Wartung und Material über die komplette Veranstaltung zusammenfügen.

Marokko als erster Prüfstein vor der Dakar 2027

Der nächste wichtige Termin ist die Rallye du Maroc vom 28. September bis 3. Oktober 2026. Die offizielle W2RC-Vorschau nennt einen Prolog und fünf Etappen zwischen Agadir und dem Biwak bei Zagora. Für das FIM-Feld sind einschließlich Prolog 1.530 Kilometer gegen die Uhr vorgesehen.

Das ist eine geeignete Gelegenheit, das neue Team im direkten Wettbewerb zu beobachten. Howes soll sich in RallyGP einordnen, Ebster in Rally2. Entsprechend lohnt es sich, ihre Leistungen innerhalb der jeweiligen Klasse zu betrachten und zusätzlich auf die Konstanz über die Rallyewoche zu achten.

Das größere Ziel des ZXMOTO-Werksprogramms bleibt die Dakar 2027. Marokko kann dafür Erkenntnisse liefern, die sich aus kurzen Testfahrten nur schwer gewinnen lassen.

Ein Dreamteam mit einer klaren Aufgabe

Howes und Ebster machen ZXMOTO zu einem der interessanten neuen Projekte im Rallyesport. Beide bringen nachgewiesene sportliche Qualität mit. Zusammen haben sie das Potenzial, die Entwicklung der 450 Rally voranzubringen und dem Team früh eine klare Richtung zu geben.

Ob aus der vielversprechenden Besetzung ein erfolgreiches Dreamteam wird, entscheidet sich auf der Strecke. Für Rallyefans gibt es damit einen zusätzlichen Grund, in Marokko genau hinzusehen: Wie schnell finden zwei starke Fahrer, ein neues Motorrad und die Joyride-Mannschaft zusammen?

Stand: 18. September 2026. Teamwechsel und angekündigte Klasseneinteilung nach der Meldung von 131 Off-Road; weitere Angaben nach den verlinkten Hersteller- und Veranstalterquellen.

Published inNews

Die Genghis Khan Rally – Premiere 2026

endete bei den Motorrädern mit einer Wende auf der letzten Etappe: D. Altangerel holte einen Rückstand von mehr als 20 Minuten auf und setzte sich an die Spitze der Gesamtwertung. Die Premiere vom 9. bis 12. September in der Mongolei liefert damit eine spannende sportliche Geschichte. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf eine längere Ausgabe 2027.

Die Premiere: drei lange Etappen zwischen Altanbulag und Buren

Veranstaltet von Nomadic Off-Road, setzte die Rallye auf eine von Cap 204 SL ausgearbeitete Strecke und Roadbooks nach FIM-Spezifikation. Der veröffentlichte Streckenplan für 2026 umfasste einen 22 Kilometer langen Prolog bei Altanbulag und drei große Prüfungen: 372 Kilometer nach Buren, eine 379-Kilometer-Schleife und 370 Kilometer zurück nach Altanbulag. Diese Angaben beschreiben die ausgeschriebene Route.

Die Anmeldung für 2026 war laut Veranstalterseite ausgebucht. Die vorliegende Gesamtergebnisliste enthält 44 Einträge: 24 Motorräder, 15 SSV und fünf Autos. Das ist die Zahl der gelisteten Teilnehmer beziehungsweise Fahrzeuge, keine bestätigte Finisherzahl. Einige Datensätze enthalten DNF-Vermerke mit einem Zuschlag von 20 Stunden.

Motorräder: Altangerel dreht das Rennen auf SS3

Bei den Motorrädern verteilten sich die Bestzeiten der drei Prüfungen auf drei verschiedene Fahrer. B. Davaa setzte auf SS1 mit 7:11:00 Stunden die schnellste Zeit seiner Klasse. Auf SS2 war B. Bayarsaikhan mit 6:36:37 Stunden der schnellste Motorradfahrer.

Vor der letzten Prüfung führte Davaa die Motorradwertung mit einer addierten Zeit von 14:39:40 Stunden an. Bayarsaikhan folgte mit 14:54:01 Stunden, Altangerel lag bei 15:00:15 Stunden. Für Altangerel bedeutete das einen Rückstand von 20:35 Minuten auf den Führenden.

Auf SS3 änderte sich die Reihenfolge. Altangerel erzielte mit 7:23:46 Stunden die beste Motorradzeit. Davaa benötigte 7:55:54 Stunden. Damit nahm Altangerel seinem Konkurrenten auf der Schlussprüfung 32:08 Minuten ab und gewann die Motorradwertung laut vorliegender Gesamtergebnisliste mit 11:33 Minuten Vorsprung.

Die ersten drei der Motorradwertung, mit Gesamtzeiten und Rückständen innerhalb der Klasse:

  1. D. Altangerel, Startnummer 021: 22:24:01 Stunden.
  2. B. Davaa, Startnummer 004: 22:35:34 Stunden, Rückstand 11:33 Minuten.
  3. B. Bayarsaikhan, Startnummer 001: 22:51:57 Stunden, Rückstand 27:56 Minuten.

Aus den Zeiten lässt sich dieser Führungswechsel eindeutig nachvollziehen. Welche Navigationsfehler, technischen Probleme oder taktischen Entscheidungen dahinterstanden, geht aus der Tabelle jedoch nicht hervor.

SSV und Autos: Udiikhuu und Sharkhuu vorn

Bei den SSV setzte B. Udiikhuu mit Startnummer 405 in allen drei Prüfungen die Klassenbestzeit. Seine Gesamtzeit von 18:31:43 Stunden war zugleich die niedrigste in der klassenübergreifenden Liste. B. Gansukh folgte mit 19:46:57 Stunden vor E. Jargalsaikhan mit 20:09:10 Stunden.

Die Klasse Cars führte G. Sharkhuu mit Startnummer 203 in 21:35:05 Stunden an. Dahinter lagen C. Natsagdorj mit 22:57:22 Stunden und E. Ganbaatar mit 25:32:28 Stunden. Für die sportliche Einordnung bleiben die jeweiligen Klassen maßgeblich.

2027: sechs Etappen und ein Termin im August

Die offizielle Ankündigung für 2027 nennt sechs Etappen im August. Die Registrierung soll am 20. September 2026 öffnen. Gegenüber den drei Hauptprüfungen der Premiere würde sich die Etappenzahl damit verdoppeln. Ein genauer Veranstaltungstermin mit Start- und Enddatum wird in dieser Ankündigung noch nicht genannt.

Für Fahrer verändert eine längere Rallye die Vorbereitung: Mehr aufeinanderfolgende Renntage verlangen eine über längere Zeit verlässliche Wartungsroutine und ausreichend Erholung. Aus unserer Sicht wird gerade diese Erweiterung zeigen, wie gut sich das Format zu einer festen Veranstaltung für internationale Teilnehmer entwickeln kann.

Was Interessenten für 2027 bereits planen können

Die Veranstalter-FAQ nennt für 2027 einen Motorradtarif von 5.000 US-Dollar. Für Autos werden 8.000 US-Dollar, für SSV 7.500 US-Dollar aufgeführt. Daraus lässt sich noch kein persönliches Gesamtbudget ableiten; entscheidend sind die konkret enthaltenen Leistungen und die eigene Anreise- und Fahrzeugplanung.

Zur Navigation sieht die FAQ robuste digitale Roadbooks vor. F2R-Geräte sollen mietbar sein; für Tracking und Zeitnahme ist RallyComp vorgesehen. Der Veranstalter beschreibt außerdem den Transport von Gepäck, Ersatzteilen und Werkzeug. Eigene Assistenzfahrzeuge sind nach den jeweiligen Regeln und logistischen Vorgaben möglich.

Eine weitere Option beschreibt Nomadic Off-Road mit seinem Rallyepaket 2027: Es kombiniert ein ausgestattetes Rallyemotorrad mit Mechanikerservice, Nenngeld, Unterkunft und Verpflegung. Der Preis wird auf Anfrage genannt, Flüge sind nicht enthalten. Wer dieses Angebot erwägt, sollte sich Leistungsumfang und Ablauf für die Ausgabe mit sechs Etappen konkret bestätigen lassen.

Eine Premiere mit sportlicher Spannung und konkreter Fortsetzung

Die Motorradwertung zeigt, wie viel sich auf einer einzigen langen Prüfung verändern kann. Altangerels Aufholjagd liefert der ersten Ausgabe einen nachvollziehbaren sportlichen Höhepunkt. Für die Zukunft sind die nächsten Schritte bereits benannt: mehr Etappen und eine neue Ausgabe im August 2027.

Ob daraus ein dauerhaft etablierter Rallyetermin wird, muss sich erst zeigen. Eine ausgebuchte Premiere und die angekündigte Erweiterung geben jedenfalls Anlass, die Genghis Khan Rally weiter zu verfolgen.

 

 

Stand: 16. September 2026. Ergebnisgrundlage: die bereitgestellte Gesamtergebnisdatei „Overall_Results.xls“, Wertungen SS1 bis SS3. Namen wurden wie in der Datei wiedergegeben; Klassenrückstände wurden aus den Gesamtzeiten berechnet. Angaben zur Strecke und zu 2027 stammen aus den verlinkten Veranstalterinformationen.

Published inNewsRally

Die Rallye du Maroc 2026 erstmals mit eigener Malle-Moto-Wertung.

Die Rallye du Maroc 2026 bekommt erstmals eine eigene Malle-Moto-Wertung. Damit rücken Motorradfahrer in den Fokus, die ohne eigenes Assistenzteam antreten. Für sie endet der Arbeitstag nicht im Etappenziel: Nach Navigation, Sand und langen Verbindungsetappen wartet der Service am eigenen Motorrad.

Was bei der Rallye du Maroc 2026 neu ist

Die offizielle W2RC-Vorschau vom 4. September kündigt für 2026 erstmals eine gesonderte Malle-Moto-Wertung an. Die Teilnehmer sollen im Biwak in einfachen Zelten übernachten. Neu ist damit ausdrücklich die eigene Klassifizierung dieser Fahrer. Die Ankündigung bedeutet nicht, dass zuvor niemand ohne eigenes Serviceteam in Marokko gestartet wäre.

Die Rallye findet vom 28. September bis 3. Oktober 2026 statt. Auf den Prolog bei Agadir folgen fünf Etappen: zunächst nach Zagora, anschließend vier Schleifen rund um das dortige Biwak. Für die FIM-Teilnehmer sind einschließlich Prolog 1.530 Kilometer gegen die Uhr angekündigt. Marokko ist 2026 der vorletzte Lauf der Rally-Raid-Weltmeisterschaft.

Malle Moto: fahren, schrauben, wieder starten

Das Prinzip lässt sich leicht erklären: Der Fahrer übernimmt auch die Arbeit, für die andere ein Assistenzteam dabeihaben. Motorrad kontrollieren, Verschleiß erkennen, Werkzeug organisieren und Reparaturen erledigen gehören zum eigenen Tagesprogramm. Gleichzeitig müssen Essen, Schlaf und die Vorbereitung auf den nächsten Start ihren Platz finden.

Bekannt ist dieses Format von der Dakar-Kategorie Original by Motul. Dort beschreibt der Veranstalter unter anderem den Transport einer Ausrüstungskiste und eine gemeinschaftlich nutzbare Infrastruktur. Ohne eigenes Team zu fahren bedeutet also nicht, sämtliche Ersatzteile auf dem Motorrad mitzunehmen. Welche Unterstützung erlaubt und welche Logistik enthalten ist, bestimmt die jeweilige Veranstaltung.

Wie die neue Wertung sportlich einzuordnen ist

Der W2RC-Rahmen für 2026 sieht Malle Moto als optionale Kategorie innerhalb von Rally2 vor. Veranstalter können sie für Fahrer ohne Assistenz anbieten; die konkreten Bedingungen legen sie für ihre Rallye fest. Dazu gehört insbesondere die Organisation des Transports persönlicher Ausrüstung.

Die Teilnehmer bleiben dabei Teil des sportlichen Rally2-Umfelds und können Punkte für den FIM Rally-Raid World Cup der Rally2-Fahrer sammeln. Eine eigene Malle-Moto-Wertung macht somit eine besondere Form der Teilnahme sichtbar, ohne daraus eine eigenständige Motorrad-Weltmeisterschaft zu machen.

Welche Details noch genau geprüft werden müssen

Die Nachricht über die neue Wertung ist bestätigt. Ein vollständiges Malle-Moto-Leistungspaket lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Das auf der Veranstalterseite verlinkte, am 31. Juli genehmigte FIM-Zusatzreglement 2026 enthält keinen ausdrücklich als Malle Moto bezeichneten Abschnitt.

Für Teilnehmer sind deshalb die ergänzenden Kategoriebedingungen entscheidend: Welche Kisten und Räder werden transportiert? Welches Werkzeug steht bereit? Welche Hilfe unter Fahrern ist zulässig? Hier sollten ausschließlich die bestätigten Vorgaben der Rallye du Maroc zugrunde gelegt werden. Die Dakar-Regeln lassen sich nicht automatisch übertragen.

Warum diese Premiere für Privatfahrer interessant ist

Aus dem Format ergibt sich eine besondere sportliche Aufgabe: Tempo und Materialschonung müssen zusammenpassen. Ein kleiner Zeitgewinn auf der Strecke kann seinen Wert verlieren, wenn anschließend eine aufwendige Reparatur die Erholung verkürzt. Technische Routine und ein geordneter Ablauf im Biwak werden dadurch zu wichtigen Voraussetzungen für den nächsten Tag.

Aus unserer Sicht liegt genau darin der Reiz der neuen Wertung. Sie gibt den Fahrern eine eigene Bühne, die den gesamten Einsatz selbst bewältigen wollen. Die Rallye du Maroc 2026 bietet damit einen zusätzlichen Grund, auch abseits der Spitzenplätze hinzusehen: zu den Motorrädern vor den kleinen Zelten und den Menschen, die sie am nächsten Morgen wieder an den Start bringen.

Stand: 16. September 2026. Grundlage sind die verlinkten offiziellen W2RC- und Veranstalterinformationen.

Published inNewsRally

ZXMOTO 450 Rally: Australien und Neuseeland bestätigt – Europastart für 2027 geplant

Die ZXMOTO 450 Rally nimmt Kurs auf den Handel. Für Australien und Neuseeland ist die Aufnahme ins Modellangebot bestätigt, die australische Website nennt 2027 als geplantes Startjahr. Auch in Europa werden die Verkaufspläne konkreter: Für Spanien ist das Rallymodell für 2027 angekündigt, in der Schweiz liegt bereits eine Händlerlistung mit Preis vor.Stand: 15. September 2026

Die 450 Rally bekommt ihren Platz im Angebot

Für Rallyfans ist es eine spannende Nachricht: Die ZXMOTO 450 Rally gehört offiziell zum geplanten Angebot der Marke in Australien und Neuseeland. Beide Länderauftritte führen das Motorrad bereits unter der Bezeichnung „Rally 450“ mit dem Hinweis „Coming Soon“. Auf der australischen Modellseite steht zusätzlich ausdrücklich „Coming soon in 2027“. Damit gibt es inzwischen auch einen ersten zeitlichen Anhaltspunkt für den dortigen Marktstart.

Quellen: ZXMOTO Australien, ZXMOTO Neuseeland

Hinter dem Markteintritt steht Urban Moto Imports (UMI). Das Unternehmen hat eine langfristige Vertriebspartnerschaft mit ZXMOTO für beide Länder angekündigt. Zum bestehenden Markenportfolio gehören unter anderem Royal Enfield, Benelli und Rieju. Die Einführung erfolgt damit über einen etablierten regionalen Importeur.

Quelle: Urban Moto Imports

Wann kommt die ZXMOTO 450 Rally in Australien und Neuseeland in den Handel?

Für Australien lautet die bisher konkreteste offizielle Angabe: 2027. Einen genauen Monat nennt die Modellseite noch nicht. Für Neuseeland ist die Aufnahme ins Sortiment ebenfalls bestätigt; ein eigener verbindlicher Auslieferungstermin lässt sich aus den geprüften Ankündigungen jedoch nicht ableiten.

Verwechslungsgefahr besteht beim 8. Oktober 2026. An diesem Tag will ZXMOTO Preise veröffentlichen und Vorbestellungen für sein erstes Modellangebot in Australien und Neuseeland öffnen. Die bislang dafür bestätigte Liste umfasst 820RR, 500RR, 500F, MX250 und MX450. Die 450 Rally wird separat als zukünftige Ergänzung genannt. Der Oktobertermin ist deshalb bislang kein bestätigter Bestell- oder Lieferstart für das Rallymodell.

Quelle: Bike Review

Produktstart in Europa: Für 2027 gibt es konkrete Ankündigungen

Auch für europäische Käufer nimmt die Einführung der ZXMOTO 450 Rally Gestalt an. Die bisher verfügbaren Informationen beziehen sich allerdings auf einzelne Länder. Einen einheitlichen Verkaufsstart für ganz Europa belegen sie noch nicht.

Spanien: 450 Rally für 2027 angekündigt

Laut einem Bericht des Branchenmagazins MotoTaller zum spanischen Markteintritt gehört die 450 Rally zu den für 2027 angekündigten Modellen. Das Motorrad soll dort auch für Kunden erhältlich sein. Den Vertrieb der Marke in Spanien übernimmt Desmotrón, das zugleich ein Netz aus Verkaufs- und Servicepartnern aufbauen soll.

Damit gibt es für einen EU-Markt bereits eine konkrete Verkaufsankündigung. Einen genauen Liefermonat oder einen spanischen Verkaufspreis nennt der Bericht für die 450 Rally noch nicht.

Quelle: MotoTaller zum ZXMOTO-Markteintritt in Spanien

Schweiz: Händler nennt 8.990 CHF und 2027

Ein weiterer Anhaltspunkt kommt aus der Schweiz. Dasimoto in Kradolf führt die ZXMOTO 450 Rally in seiner Modell- und Lieferübersicht mit 8.990 Schweizer Franken. Als voraussichtliche Verfügbarkeit ist dort 2027 angegeben.

Diese Händlerangabe liefert eine erste Preisorientierung für den Schweizer Markt. Sie ist jedoch kein europaweit gültiger Listenpreis und lässt sich nicht unmittelbar auf Deutschland übertragen. Auch der Lieferzeitraum ist als ungefähre Planung zu verstehen.

Quelle: Dasimoto: ZXMOTO-Modelle und Liefertermine

Deutschland: Liefertermin und Preis noch offen

Für Deutschland ließ sich zum Recherchezeitpunkt kein belastbar bestätigter Verkaufsstart der ZXMOTO 450 Rally feststellen. Auch ein deutscher Listenpreis und die endgültige hier angebotene Ausführung sind durch die genannten Quellen nicht belegt.

Für deutsche Interessenten sind die Ankündigungen aus Spanien und der Schweiz dennoch relevant: Sie zeigen, dass der Verkauf des Rallymodells in europäischen Märkten vorbereitet wird. Wann eine reguläre Bestellung und Auslieferung in Deutschland möglich sein wird, bleibt abzuwarten.

Dakar-Projekt mit Tobias Ebster

Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt die 450 Rally durch das angekündigte Motorsportprogramm. ZXMOTO arbeitet für seinen Dakar-Einstieg mit Joyride Race Service zusammen. Als Fahrer ist Tobias Ebster vorgesehen, der die ZXMOTO 450 Rally im Rally-Raid-Sport einsetzen soll.

Nach Darstellung der Marke sollen die Erfahrungen aus dem Wettbewerb in die Weiterentwicklung ihrer Motorräder einfließen. Der Rallyeinsatz bietet die Gelegenheit, das Konzept unter anspruchsvollen Bedingungen zu erproben. Welche Erkenntnisse und Bauteile später tatsächlich in die Kundenversion übernommen werden, bleibt abzuwarten.

Quelle: ZXMOTO UK zum Dakar-Projekt

Welche Angaben zur Verkaufsversion fehlen noch?

Die australische Produktseite ist derzeit vor allem eine Ankündigung. Ein vollständiges Datenblatt für die spätere lokale Verkaufsversion fehlt dort noch. Auch die europäischen Verkaufspläne beantworten bislang nicht alle Fragen zur jeweils angebotenen Ausführung. Für Interessenten sind insbesondere diese Punkte entscheidend:

  • Endgültige Motorleistung und fahrfertiges Gewicht der Kundenversion
  • Tankvolumen, Fahrwerksausstattung und Wartungsintervalle
  • Konkrete Ausführung und Zulassungsstatus im jeweiligen Land
  • Verbindlicher Endpreis und genauer Beginn der Kundenauslieferungen

Gerade die spätere Ausführung entscheidet darüber, für wen das Motorrad interessant wird. Für sportliche Rallyeinsätze zählen andere Eigenschaften als für längere Reisen mit Gepäck. Die bestätigte Aufnahme ins Angebot allein beantwortet diese Fragen noch nicht.

Quelle zum bisherigen australischen Informationsstand: Offizielle Modellankündigung

Fazit: 2027 wird für die ZXMOTO 450 Rally entscheidend

Die ZXMOTO 450 Rally ist für Australien und Neuseeland als zukünftiges Verkaufsmodell bestätigt. Australien nennt bereits 2027 als geplanten Start. Für Europa ergänzen die spanische Ankündigung und die Schweizer Händlerlistung das Bild: Auch dort wird das Motorrad für 2027 eingeplant.

Ein flächendeckender Europastart mit einheitlichem Termin ist damit noch nicht bestätigt. Besonders für Deutschland fehlen weiterhin konkrete Angaben zu Preis, Ausführung und Lieferbeginn. Die Perspektive wird aber klarer: Die 450 Rally soll ihren Weg zu Kunden in mehreren Märkten finden – und 2027 ist dafür das bislang konkret genannte Jahr.

Published inAllgemeinNews

19.630 Euro für die Rallye du Maroc: Bruno Bozzo legt sein Budget offen

Was kostet ein Rally2-Start bei der Rallye du Maroc? Bruno Bozzo macht seine Kalkulation öffentlich: Der Chilene veranschlagt 19.630 Euro für seinen Einsatz 2026. Seine Aufstellung zeigt, wie sich Motorrad, Betreuung und die übrigen Posten auf das Budget verteilen.

Die Zahlen stammen von seiner offiziellen Projektseite. Es handelt sich um das Budget vor der Veranstaltung. Eine Schlussabrechnung liegt noch nicht vor.

Bruno Bozzos Weg: vom Motocross zum Dakar-Traum

Bozzo gewann zwischen 2017 und 2020 drei chilenische Motocross-Meistertitel. 2021 zog er nach Spanien, verband ein BWL-Studium mit dem Rennsport und fuhr als Rieju-Werksfahrer im EnduroGP und in der spanischen Meisterschaft. Das beschreibt +Motor Chile in seinem Porträt vom 9. September 2026.

Ein internationaler Erfolg folgte 2023 bei den International Six Days of Enduro in Argentinien: Bozzo gewann die Clubklasse C3. Das bestätigt auch Riejus damaliger Rennbericht. Damit brachte er bereits Erfahrung aus einem anspruchsvollen mehrtägigen Wettbewerb mit.

Die Wende kam im Juni 2025: Ein Kreuzbandriss beim Training bedeutete Operation und acht Monate Rehabilitation. Während der Genesung nahm Bozzo online Navigationsunterricht bei John Guerra. Sein Dakar-Traum, geprägt von Carlo de Gavardo und Francisco „Chaleco“ López, wurde zum konkreten Rally-Raid-Projekt. Über diesen Wechsel berichtet er ebenfalls bei +Motor Chile.

2026: Vizemeister in Spanien, nächster Schritt Marokko

Schon in seiner ersten Rally-Raid-Saison wurde Bozzo spanischer Motorrad-Vizemeister hinter Teamkollege Mario Olmedilla. Nun plant er mit Pedregá seinen ersten WM-Lauf in Marokko. Die Dakar bleibt das Ziel; die Finanzierung dafür ist noch eine Voraussetzung. Einen bestätigten Dakar-Start meldet das Porträt nicht.

Damit bekommt die Budgetfrage eine persönliche Dimension: Zwischen sportlichem Fortschritt und dem nächsten Rennen steht eine Summe, die finanziert werden muss. Die folgende Aufstellung macht diesen Schritt greifbar.

So setzt sich das Marokko-Budget zusammen

Kostenpunkt Betrag
Pedregá-Premium-Paket: KTM 450 Rally Replica, Assistance und Bivouac-Logistik 11.900 €
W2RC-Nennung, FIM Rally2 5.000 €
GPS Unik 4, Sentinel und Iritrack 800 €
Internationale FIM-Einzelveranstaltungslizenz über die RFME 520 €
Hotels, Reiseaufwand und Verpflegung rund um die Abnahmen 500 €
Sicherheit und Verbrauchsmaterial: Airbag, Mousses 400 €
Halterungen und Montagekits am Navigationsturm 330 €
Flüge Valencia–Marokko 180 €
Gesamtbudget laut Bozzo 19.630 €
Quelle: Bruno Bozzos veröffentlichte Projektkalkulation, abgerufen am 15. September 2026.

Der größte Posten ist das Team-Paket

Aus der Tabelle berechnet: Rund 61 Prozent entfallen auf das Team-Paket, zusammen mit der Nennung sind es etwa 86 Prozent. Hier lohnt sich ein genauer Angebotsvergleich.

Für die eigene Planung lohnt deshalb ein genauer Blick auf den Leistungsumfang: Welche Arbeiten übernimmt die Assistance? Wie werden Ersatzteile und Sturzschäden abgerechnet? Welche Transportleistungen sind enthalten? Erst mit diesen Antworten lassen sich zwei Paketpreise sinnvoll vergleichen.

5.000 Euro Startgeld: Der Buchungszeitpunkt zählt

Die offizielle Gebührentabelle der Rallye du Maroc 2026 nennt für RallyGP und Rally2 einen Standardtarif von 5.500 Euro. Bei Zahlung vor dem 15. Juli 2026 gab es 500 Euro Nachlass. Bozzos Ansatz entspricht damit dem vergünstigten Tarif; wann er bezahlt hat, geht aus seiner Aufstellung nicht hervor.

Laut Veranstalter umfasst das Startgeld unter anderem die sportliche Teilnahme, medizinische Einsatzmittel, die W2RC-Einschreibung für Rally2 und definierte Verpflegungsleistungen. Anreise, Sportlizenz, Unterkunft, Kraftstoff sowie Navigations- und Sicherheitsausrüstung stehen dagegen auf der Liste der nicht enthaltenen Leistungen.

Kaution und offene Detailfragen gehören in die Rechnung

Bozzo nennt zusätzlich 1.500 Euro rückzahlbare Iritrack-Kaution. Rechnerisch müssen damit vorübergehend 21.130 Euro verfügbar sein. Bei vollständiger Rückzahlung wird die Kaution nicht zur endgültigen Ausgabe.

Für eine eigene Kalkulation sollte außerdem geklärt werden, wo Kraftstoff, zusätzliche Reifen, Reparaturen und mögliche Selbstbehalte berücksichtigt sind. Ein zusammengefasster Paketposten beantwortet solche Detailfragen noch nicht. Sinnvoll ist daher eine schriftliche Aufstellung der enthaltenen Leistungen und der möglichen Zusatzkosten.

Was Amateurfahrer daraus mitnehmen können

Wer selbst einen WM-Lauf ins Auge fasst, kann die Tabelle als Gerüst nutzen und jeden Posten mit einem eigenen Angebot füllen. Anreise, vorhandene Ausrüstung, Lizenz und gewünschte Betreuung müssen dabei zur persönlichen Situation passen. Zusätzlich hilft eine gesonderte Reserve für ungeplante Ausgaben.

Der Wert einer solchen Veröffentlichung liegt in ihrer Nachvollziehbarkeit: Aus einer großen Gesamtsumme werden konkrete Fragen, die sich vor der Buchung klären lassen. Genau dort beginnt eine belastbare Rallye-Planung – beim Leistungsumfang, bei den Zahlungsfristen und beim Geld, das während des Rennens noch verfügbar sein muss.

Published inAllgemeinNews

KTM stellt die 690 Rally 2027 vor: Ab Oktober 2026 beim Händler

KTM hat die neue 690 Rally für das Modelljahr 2027 vorgestellt. Auf Basis der 690 Enduro R entsteht ein Einzylinder-Motorrad für längere Offroad-Reisen mit zusätzlichen Tanks und einer eigenständigen Rally-Front. Die Produktion in Österreich soll im September anlaufen, die Verfügbarkeit bei autorisierten KTM-Händlern ist für Oktober 2026 angekündigt.

Damit könnte die neue Maschine bereits diesen Herbst bei den Händlern stehen. Wann Vorführfahrzeuge und einzelne Ausstattungsvarianten vor Ort verfügbar sind, sollte direkt beim jeweiligen Händler erfragt werden. Die Terminangaben stammen aus der offiziellen KTM-Pressemitteilung zur Vorstellung.

Die Idee: Einzylinder für längere Offroad-Abenteuer

KTM beschreibt die 690 Rally als geistigen Nachfolger der 640 Adventure. Im Mittelpunkt stehen Reichweite, Windschutz und die Nutzbarkeit auf längeren Strecken. Dafür kombiniert der Hersteller die bekannte Enduro-Basis mit einem Rally-Tower samt Windschild und einem einstellbaren WP-XPLOR-Fahrwerk.

Die Ausrichtung spricht Fahrer an, die Anreise und Offroad-Etappen mit demselben Motorrad bewältigen möchten. Für diese Mischung aus Verbindungsetappen, Schotter und anspruchsvolleren Wegen ist vor allem interessant, wie sich das Gesamtpaket über einen langen Fahrtag bewährt.

Mehr Tankvolumen und eine neue Front

Zwei zusätzliche Fronttanks bringen zusammen sieben Liter mit. Gemeinsam mit dem 13-Liter-Hecktank ergibt das 20 Liter Kraftstoffkapazität. Eine feste Reichweite lässt sich daraus nicht ableiten: Verbrauch, Untergrund, Beladung und Fahrweise bleiben entscheidend.

Hinter dem Windschild sitzt ein 4,2-Zoll-TFT-Display. Die LED-Beleuchtung ist laut KTM von der 450 Rally Replica abgeleitet. Ergänzt wird die Ausstattung durch elektronische Fahrhilfen; der Rally-Modus und Quickshifter+ sind auf der Modellseite als optional ausgewiesen. Weitere Details nennt die offizielle Produktseite der KTM 690 Rally 2027.

Wo könnte die 690 Rally praktisch eingesetzt werden?

Die folgenden Beispiele beschreiben mögliche Einsatzfelder, keine bereits absolvierten Tests mit dem neuen Modell.

Offroad-Reisen mit eigener Anreise

Wer zunächst über Landstraßen zum Zielgebiet fährt und anschließend mehrere Tage auf legal befahrbaren Pisten unterwegs ist, könnte vom zusätzlichen Tankvolumen und Windschutz profitieren. Wie angenehm Sitzposition und Verkleidung tatsächlich sind, muss eine Probefahrt zeigen – idealerweise auch mit der vorgesehenen Gepäcklösung.

Roadbook-Touren und Navigationstraining

Für organisierte Roadbook-Ausfahrten erscheint das Konzept interessant. Vor dem Einsatz wäre zu prüfen, wie sich das eigene Navigationsgerät befestigen und versorgen lässt. Das serienmäßige TFT-Display sollte dabei nicht automatisch mit einem vollständigen Roadbook-System gleichgesetzt werden.

Amateur-Rallyes mit passender Motorradklasse

Auch Veranstaltungen mit offenen Enduro- oder Adventure-Klassen könnten als Einsatzgebiet infrage kommen. Voraussetzung sind ein passendes Reglement und die geforderte Ausstattung. Der Modellname allein sagt nichts über die Zulassung für eine bestimmte Rallye aus.

Was zum Verkaufsstart noch wichtig wird

Für Interessenten stehen jetzt der konkrete Händlertermin, der Preis im jeweiligen Land und der Umfang der Serienausstattung im Vordergrund. Ein bestätigter deutscher Verkaufspreis wird in den hier verwendeten Quellen nicht genannt.

Mit den ersten verfügbaren Maschinen werden auch praktische Fragen beantwortbar: Wie fährt sich das Motorrad mit vollen Tanks? Wie gut schützt die Scheibe bei unterschiedlicher Körpergröße? Und wie einfach lassen sich Navigation und Reisegepäck ergänzen?

Die Vorstellung liefert damit einen konkreten Ausblick auf eine neue Option für Einzylinder-Reisende und Roadbook-Fans. Der nächste Schritt folgt laut KTM im Oktober 2026 mit der angekündigten Händlerverfügbarkeit.

Quellen

Stand: 10. September 2026. Die technischen Angaben und Lieferankündigungen stammen vom Hersteller. Die beschriebenen Einsatzmöglichkeiten sind eine redaktionelle Einordnung; ein eigener Fahrtest liegt nicht vor.

Published inAllgemein

Tech4Rally ChromoX: Der neue Tripmaster mit TerraPirata-Anbindung

Last updated on 1. September 2026

Mit dem ChromoX bringt Tech4Rally einenneuen Tripmaster auf den Markt, der klassische Rallye-Navigation mit den Möglichkeiten eines digitalen Roadbooks verbinden soll. Besonders interessant ist dabei die angekündigte Integration der TerraPirata-App.

Klassischer Tripmaster trifft digitales Roadbook

Der ChromoX ist ein eigenständiges Rallye-Instrument für Motorradfahrer, Autofahrer und Beifahrer. Er zeigt unter anderem Tripdistanz, Geschwindigkeit und CAP-Kurs an. Die benötigten Daten können wahlweise über das GNSS-System oder einen optionalen Radsensor ermittelt werden.

Gleichzeitig lässt sich das Gerät über Bluetooth mit einem Android-Tablet verbinden, auf dem die Rally Roadbooks App von TerraPirata läuft. Der ChromoX ersetzt das Tablet dabei nicht: Das digitale Roadbook bleibt auf dem großen Bildschirm sichtbar, während der Tripmaster die wichtigsten Navigationsinformationen direkt in das Blickfeld des Fahrers holt.

Bereits bei der Dinaric Rally 2026 im Testeinsatz

Ganz neu ist der ChromoX im praktischen Rallye-Einsatz offenbar nicht mehr. Bei der Dinaric Rally 2026 konnte ich den Tripmaster bereits im Testbetrieb sehen. Unter anderem war das Gerät am Motorrad von Maxi Schek montiert.

Das zeigt, dass Tech4Rally den ChromoX nicht ausschließlich unter kontrollierten Bedingungen entwickelt, sondern bereits bei einer anspruchsvollen Rallye erprobt. Gerade Staub, Vibrationen, wechselnde Lichtverhältnisse und lange Fahrtage stellen hohe Anforderungen an Display, Gehäuse, Anschlüsse und Messgenauigkeit.

Welche Funktionen der TerraPirata-Integration bei diesem Test bereits aktiviert waren und welche Erfahrungen dabei gesammelt wurden, ist bislangnicht öffentlich dokumentiert. Der Einsatz an einem Wettbewerbsfahrzeug ist dennoch ein interessantes Zeichen dafür, dass sich das System bereits in einer fortgeschrittenen Erprobungsphase befindet.

Auch der That’s Rally Rally Shop testet den neuen Tripmaster derzeit. Ziel ist es, das Gerät unter realistischen Bedingungen zu prüfen und anschließend zu entscheiden, ob der ChromoX in das eigene Produktsortiment aufgenommen wird. Damit könnte künftig eine weitere Bezugsquelle für Kunden im deutschsprachigen Raum hinzukommen.

Was kann die TerraPirata-Integration?

Nach den bisher veröffentlichten Informationen soll die Verbindung deutlich mehr bieten als die Steuerung des digitalen Roadbooks über eine Bluetooth-Fernbedienung.

Angekündigt sind unter anderem folgende Funktionen:

  • Anzeige von Wegpunktrichtung und Entfernung
  • Hinweise auf Geschwindigkeitszonen
  • Warnmeldungen aus der TerraPirata-App
  • Wiedergabe wichtiger Navigationsdaten auf dem ChromoX-Display
  • Automatische Korrektur der Tripdistanz nach Bestätigung eines Wegpunkts
  • Unterstützung einer Bluetooth-Fernbedienung

Gerade die automatische Tripkorrektur könnte im Rallye-Einsatz einen echten Vorteil bringen. Wird ein Wegpunkt von TerraPirata bestätigt, soll der Kilometerstand des ChromoX automatisch an die im Roadbook hinterlegte Distanz angepasst werden. Manuelle Korrekturen während der Fahrt könnten dadurch deutlich seltener notwendig sein.

Auf gute Ablesbarkeit ausgelegt

Der ChromoX besitzt ein reflektives 2,7-Zoll-Farbdisplay mit einer Auflösung von 400 × 240 Pixeln. Diese Displaytechnik soll auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar bleiben. Für Nachtetappen oder schlechte Lichtverhältnisse steht zusätzlich ein Nachtmodus zurVerfügung.

Bis zu drei zentrale Informationen sollen gleichzeitig angezeigt werden können. Je nach persönlicher Einstellung lassen sich beispielsweise Tripdistanz, CAP-Kurs und Geschwindigkeit auf einer Ansicht kombinieren.

Bedient wird das Gerät über klassische Tasten. Tech4Rally verzichtet bewusst auf einen Touchscreen, damit sich der Tripmaster auch mit Handschuhen sowie bei Regen, Staub und starken Vibrationen zuverlässig verwenden lässt.

GNSS oder Radsensor

Für die Distanz- und Geschwindigkeitsmessung stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Serienmäßig arbeitet die GPS-Ausführung des ChromoX mit einem externen GNSS-Empfänger. Händler geben dafür eine Aktualisierungsrate von fünf Hertz an.

Alternativ kann ein Radsensor angeschlossen werden. Das ist besonders für Fahrer interessant, die eine möglichst genaue Distanzmessung unabhängig von denEmpfangsbedingungen benötigen. Mit der sogenannten RoadMatch-Funktion soll sich der Radumfang automatisch kalibrieren lassen.

Wer GNSS und Radsensor gemeinsam verwenden möchte, benötigt laut Produktbeschreibung einen zusätzlichen Y-Splitter beziehungsweise das vollständige Radsensor-Kit.

Robuste Konstruktion für den Rallye-Einsatz

Das Gehäuse wird aus Aluminium CNC-gefräst und ist für den Einsatz bei Staub, Regen, Hitze und starken Vibrationen ausgelegt. Die Verbindung zu Stromversorgung, GNSS-Empfänger und Bedienelementen erfolgt über robuste M8-Anschlüsse.

Technische Daten im Überblick

  • Reflektives 2,7-Zoll-Farbdisplay
  • Auflösung: 400 × 240 Pixel
  • Abmessungen: 85 × 53,5 × 22 Millimeter
  • Gewicht: rund 195 Gramm
  • Bluetooth für TerraPirata und Fernbedienungen
  • WLAN für drahtlose Firmware-Updates
  • Externer GNSS-Empfänger bei der GPS-Ausführung
  • Optionaler Radsensor
  • Konfigurierbare Tages- und Nachtanzeige
  • Speicherung von Etappen-, Geschwindigkeits- und Zeitdaten

Wo kann man den Tech4Rally ChromoX kaufen?

Der ChromoX wird derzeit bei mehreren europäischen Rallye-Händlern angeboten. Da sich das Gerät noch in einer frühen Marktphase befindet, sollten Lieferzeit und Lieferumfang vor der Bestellung direkt beim jeweiligen Anbieter bestätigt werden.

  • Adventure Rally, Tschechien:
    Der ChromoX wird für rund 649 Euro inklusive Mehrwertsteuer angeboten. Der angezeigte Status deutet darauf hin, dass Ware bestellt wurde oder erwartet wird.
    Zum Angebot bei Adventure Rally
  • RustyMoto91, Slowakei:
    Der ChromoX ohne GPS wird für rund 599 Euro angeboten. Für diese Ausführung nennt der Shop eine Lieferzeit von fünf bis sieben Tagen. Die GPS-Ausführung ist für rund 649 Euro gelistet, allerdings noch ohne konkreten Verfügbarkeitstermin.
    Zum Angebot bei RustyMoto91
  • Hugerock, Frankreich:
    Dort wird die GPS-Ausführung für rund 649 Euro auf Bestellung angeboten. Der auf der Produktseite genannte voraussichtliche Liefertermin ist nicht mehr aktuell, weshalb die tatsächliche Lieferzeit vorab erfragt werden sollte.
    Zum Angebot bei Hugerock
  • That’s Rally Rally Shop:
    Der Shop testet den ChromoX derzeit, um über eine mögliche Aufnahme in das eigene Portfolio zu entscheiden. Noch handelt es sich daher nicht um ein bestätigtes Verkaufsangebot. Sollte der Test positiv ausfallen, könnte der Tripmaster künftig auch über That’s Rally erhältlich sein.

Alternativ können Interessenten den Hersteller Tech4Rally direkt über die E-Mail-Adresse info@tech4rally.eu kontaktieren. Vor dem Kauf sollte geklärt werden, ob der externe GNSS-Empfänger, die benötigten Kabel und die TerraPirata-fähige Firmware bereits im jeweiligen Paket enthalten sind.

Noch offene Fragen zur Kompatibilität

Die angekündigte TerraPirata-Integration gehört zu den spannendsten Funktionen des ChromoX. Allerdings sind noch nicht alle praktischen Details öffentlich dokumentiert.

Auf der offiziellen TerraPirata-Webseite werden bei den kompatiblen Radsensor-Systemen derzeit nur 7Solid Joymap und Carpe Iter Terrain Command III ausdrücklich genannt. Tech4Rally beziehungsweise ChromoX taucht in dieser Liste bislang nicht auf. Eine öffentlich zugängliche Anleitung mit dem vollständigen Kopplungs- und Einrichtungsprozess ist ebenfalls noch nicht zu finden.

Vor dem Kauf sollte deshalb geklärt werden:

  • Ist die TerraPirata-Integration bereits in der ausgelieferten Firmware aktiviert?
  • Welche Version der TerraPirata-App wird benötigt?
  • Sind alle Funktionen ausschließlich mit Android verfügbar?
  • Wird für die Radsensor-Anbindung ein TerraPirata-Abonnement benötigt?
  • Welche angekündigten Funktionen sind bereits vollständig freigeschaltet?
  • Welches Zubehör ist im angebotenen Paket enthalten?

 

Fazit

Der Tech4Rally ChromoX könnte eine interessante Brücke zwischen klassischer Rallye-Hardware und moderner Roadbook-Navigation werden. Das kompakte, robuste Gehäuse, das sonnenlichttaugliche Display und die Wahl zwischen GNSS und Radsensor bilden dafür eine überzeugende technische Grundlage.

Besonders vielversprechend ist die Zusammenarbeit mit TerraPirata. Wenn Wegpunktinformationen, Speedzone-Warnungen und automatische Tripkorrekturen zuverlässig zwischen App und Tripmaster ausgetauscht werden, entsteht ein aufgeräumtes Cockpit, bei dem die wichtigsten Informationen direkt vor dem Fahrer liegen.

Dass ich den ChromoX bei der Dinaric Rally 2026 bereits im Testeinsatz – unter anderem am Motorrad von Maxi Schek – sehen konnte und nun auch der That’s Rally Rally Shop das Gerät prüft, macht das Projekt zusätzlich interessant. Bevor sich der Tripmaster abschließend beurteilen lässt, müssen jedoch die vollständige Dokumentation und weitere Erfahrungen aus dem Rallye-Einsatz abgewartet werden. Das Konzept macht auf jeden Fall neugierig.



Quellen:
Adventure Rally,
RustyMoto91,
Hugerock,
TerraPirata Rally Roadbooks und
Tech4Rally.

 

Published inAllgemein

Sam Sunderland zurück auf dem Motorrad: Weltumrundungs-Rekordversuch gestartet

Last updated on 7. September 2026

Sam Sunderland ist zurück im Sattel und unterwegs auf einer außergewöhnlichen Mission: Der zweifache Dakar-Sieger will die Welt auf dem Motorrad schneller umrunden als die bisherige Bestmarke. Am 5. September 2026 startete er in London auf einer Triumph Tiger 1200 Rally Explorer. Fans können seine Reise online verfolgen.

Neuer Anlauf nach der Verletzungspause

Der Versuch war ursprünglich für 2025 geplant. Eine schwere Rückenverletzung bei einem Trainingsunfall zwang Sunderland jedoch zur Verschiebung. Auch sein vorgesehenes Debüt beim Enduropale du Touquet fiel aus.

Inzwischen hat er wieder an Veranstaltungen wie den Red Bull Romaniacs teilgenommen. Mit dem Aufbruch zur Weltumrundung setzt Sunderland nun ein Vorhaben um, das nach dem Unfall zunächst warten musste.

Rund 29.000 Kilometer auf einer Triumph

Die geplante Reise umfasst mehr als 18.000 Meilen, also rund 29.000 Kilometer, über fünf Kontinente. Die sechs Abschnitte führen von London nach Istanbul, von Bangkok nach Kuala Lumpur, von Perth nach Sydney, durch Neuseeland, von Vancouver nach Montreal und schließlich von Casablanca zurück nach London.

Vorgesehen sind Tagesdistanzen von annähernd 1.600 Kilometern und teilweise bis zu 17 Stunden im Sattel. Wechselnde Wetterbedingungen, Grenzübertritte, Zeitverschiebungen und Müdigkeit machen das Projekt zu einer enormen Belastungsprobe.

Welche Bestmarke will Sunderland schlagen?

Als Ziel gelten 19 Tage, 8 Stunden und 25 Minuten. Diese Zeit erreichten Kevin und Julia Sanders im Jahr 2002 auf einer BMW R 1150 GS. Das Paar unterstützte Sunderland bereits bei der Vorbereitung seines ursprünglich für 2025 vorgesehenen Versuchs.

Die Einordnung ist wichtig: Laut Red Bull wird diese Bestmarke heute nicht mehr offiziell von Guinness World Records anerkannt. Sunderland möchte sie unterbieten und damit einen neuen Maßstab für die schnellste Motorrad-Weltumrundung setzen. Eine Guinness-Anerkennung ist damit nicht zugesichert.

Nach den veröffentlichten Vorgaben pausiert die Zeitnahme während der Ozeanüberquerungen. Die Motorradstrecke muss Sunderland mit derselben Maschine absolvieren, dabei in einer Richtung um die Erde reisen und zwei gegenüberliegende Punkte des Globus erreichen. Die gewertete Zeit entspricht somit nicht der gesamten verstrichenen Reisezeit.

So kannst du Sam Sunderlands Reise online verfolgen

Red Bull begleitet den Versuch auf einer eigenen Projektseite. Dort findest du den Reise-Tracker sowie Updates zum Verlauf der Weltumrundung. Damit kannst du verfolgen, wo Sunderland unterwegs ist und wie sich sein Versuch entwickelt.

Jetzt Sam Sunderlands Weltumrundung bei Red Bull verfolgen →

Ausdauer, Planung und ein langer Weg zurück nach London

Für Rallye-Fans ist das Projekt besonders spannend, weil hier andere Fähigkeiten in den Vordergrund rücken: über viele Tage konzentriert bleiben, mit Verzögerungen umgehen und die eigene Kraft einteilen. Jeder Abschnitt bringt neue Bedingungen mit sich, während das große Ziel unverändert bleibt.

Den Start nach seiner Verletzungspause hat Sunderland geschafft. Ob er auch die bisherige Bestzeit unterbieten kann, entscheidet sich auf den kommenden Kilometern – bis zur Rückkehr nach London.

Stand: 7. September 2026. Der Versuch ist gestartet; ein abschließendes Ergebnis liegt zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.

Published inAllgemein

Blue Day Rally 2026: Am 12. September mit dem Roadbook durch Thüringen

Last updated on 7. September 2026

Abzweigungen lesen, Entfernungen im Blick behalten und den richtigen Weg finden: Am 12. September 2026 führt die Blue Day Rally in den Thüringer Wald. Organisiert wird die Motorradveranstaltung vom Hessler-Rallye-Team und dem MC Freital. Sie gehört zur deutschlandweiten Veranstaltungsserie von zweirad-rallye.de.

Start, Ziel und Fahrerlager befinden sich in Schleusingen. Die Orientierungsrallye verbindet kleine Asphaltstraßen mit legal befahrbaren unbefestigten Straßen und Wegen. Laut Veranstalter beträgt der unbefestigte Anteil je nach Kategorie ungefähr 50 Prozent.

Zwei Strecken zur Auswahl

  • Blue Day Pokal: rund 270 Kilometer, die anspruchsvollere Variante.
  • Sachsen Pokal: rund 200 Kilometer, laut Veranstalter gut für Einsteiger geeignet.

Navigiert wird mit digitalem Roadbook und Tripmaster. Die dafür angebotene Software stellt der Veranstalter kostenlos zur Verfügung; sie soll auf Smartphones und Navi-Pads funktionieren. Reiseenduros und Enduromotorräder sind ausdrücklich angesprochen. Gefahren wird nach den Regeln der StVO, mit entsprechendem Führerschein und einem Motorrad mit Straßenzulassung.

Ein Tag für Navigation und Konzentration

Der Reiz einer Roadbook-Tour liegt im Zusammenspiel von Fahren und Orientierung. Jede Kreuzung verlangt Aufmerksamkeit, jede korrekt gefundene Abzweigung bringt ein kleines Erfolgserlebnis. Wer sich mit dieser Art der Navigation beschäftigen möchte, findet hier einen konkreten Anlass, das eigene Setup vorzubereiten und sich auf einen langen Tag im Sattel einzulassen.

Vor der Anreise lohnt es sich, die Bedienung der Navigation in Ruhe zu üben und Halterung sowie Stromversorgung zu prüfen. So bleibt unterwegs mehr Aufmerksamkeit für Strecke und Roadbook.

Nennung und Zeitplan

Ausgeschrieben sind maximal 29 Startplätze bei einer Nenngebühr von 59 Euro. Die Buchung gilt erst nach Zahlungseingang. Ob noch Plätze verfügbar sind, sollte direkt beim Veranstalter geprüft werden.

Der vorläufige Zeitplan sieht die technische Abnahme und Papierabnahme ab 7:00 Uhr vor. Der Zieleinlauf ist ab 15:45 Uhr angekündigt.

Wer am 12. September Roadbook-Erfahrung sammeln möchte, sollte jetzt die aktuellen Teilnahmeinformationen und die Ausschreibung prüfen. Für die Wahl zwischen 200 und 270 Kilometern zählen vor allem die eigene Erfahrung und die Ausdauer bei der Navigation.

Informationsstand: 7. September 2026. Maßgeblich sind die aktuellen Angaben und die Ausschreibung des Veranstalters.

Published inAllgemein